

Dagersheim. In Dagersheim gibt es bislang nur einen einzigen Mobilfunkmast – und der kommt an seine Grenzen. Der Bedarf an stabiler Datenverbindung wächst, etwa durch Homeoffice, Streaming und digitale Anwendungen im Alltag. „Es besteht Handlungsbedarf“, machte Nikolina Komljenovic von der Bauverwaltung in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses deutlich. Klar ist deshalb: Ein zusätzlicher Standort muss her.
Ein geeigneter Standort wurde im Nordosten von Dagersheim gefunden: Es handelt sich um eine Ackerfläche neben der B464. Sie liegt nahe der Brücke, die von der Straße „Im Rübländer“ über die Bundesstraße führt. Dort soll die Deutsche Telekom einen Mobilfunkmast errichten.
Bei der Standortsuche wurden auch Natur- und Umweltaspekte berücksichtigt. Ein Immissionsgutachten kommt zu einem klaren Ergebnis: Größere Eingriffe in schutzwürdige Bereich sind nicht zu erwarten. Auch die Immissionswerte an der umliegenden Bebauung seien günstiger im Vergleich zu anderen geprüften Varianten. Damit gilt der Standort aus fachlicher Sicht als die verträglichste Lösung.
Der Dagersheimer Ortschaftsrat begrüßte den Standort, wie Ortsvorsteher Hendrik Queck berichtete. Allerdings kam die Frage auf, wieso nicht 5G geplant sei. 5G ist die neuere Mobilfunktechnik, die im Vergleich zu 4G deutlich schneller ist, höhere Datenraten ermöglicht und mehr Geräte gleichzeitig versorgen kann. Allerdings deckt 5G einen kleineren Kreis ab.
Laut dem Immissionsgutachten lagen für das ursprünglich geplante 5G-Antennenmodell eines bestimmten Herstellers nicht alle erforderlichen Daten vor. Aus dem Gutachten geht hervor, dass die Telekom den Standort dennoch schnellstmöglich realisieren wollte, um die Versorgungssituation in Dagersheim zu verbessern. Da die benötigten Daten für die ursprünglich geplante 5G-Technik nicht vorlagen, soll der Mast zunächst mit 4G in Betrieb gehen. Eine spätere Erweiterung auf 5G bleibt jedoch möglich.
Der Technische Ausschuss hat die Umsetzung des Standorts einstimmig an den Gemeinderat weiterempfohlen, der am 24. Juni entscheidet.




