

Die Gewichtsklasse bis 94 Kilogramm war allerdings die mit Abstand am stärksten besetzte Gewichtsklasse. Das war zum einen daran zu erkennen, dass als einzige Gewichtsklasse das gesamte Podium in der Top 10 der Meisterschaft nach Relativpunkten vertreten war. Zum anderen auch daran, dass der Sieger der Gewichtsklasse, Robert Oswald, die schwersten Lasten im Reißen und im Stoßen der gesamten Meisterschaft bewegte.
Für Markus Scharnowski (Bild: z) war es seine erste deutsche Meisterschaft, und da es für ihn nur darum ging, eine Platzierung zu erreichen, gingen er und sein Trainer Sebastian Pawlik den Wettkampf vorsichtig an. Seinen ersten Versuch im Reißen von 90 Kilogramm bewältigte er fast im Stand. Also war noch Luft nach oben. Sein zweiter Versuch an 95 Kilogramm war ebenfalls souverän. Im dritten Versuch hatte Markus Scharnowski auch 100 Kilogramm in der Hocke abgefangen, konnte sie aber nicht stabilisieren und musste vorzeitig ablassen.
Im Stoßen war klar, dass die drei Kampfrichter mit seiner Technik nicht glücklich sein werden. Wegen einer Ellbogenverletzung hat er ein Streckdefizit und bekommt daher gerne mal einen Versuch ungültig bewertet.
Daher stieg er hier ebenfalls sehr konservativ mit 110 Kilogramm in den Wettkampf ein. Diese bekam er auch problemlos in die Wertung. Somit war das Tagesziel aus seiner Sicht erreicht. Im zweiten Versuch ging er auf 120 Kilogramm, die er ebenfalls über den Kopf bekam. Jedoch waren zwei der drei Kampfrichter mit seiner Ausführung nicht einverstanden. Im dritten Versuch ging er dann noch an 126 Kilogramm. Wie so oft, war der Umsatz des Gewichts auf die Schulter kein Problem, nur das Ausstoßen wollte an diesem Tag nicht gelingen. Markus Scharnowski belegte am Ende Rang 8. Damit ist er seit neun Jahren erst der zweite männliche Sindelfinger Gewichtheber, dem das gelang. Zuletzt erreichte sein Trainer Sebastian Pawlik ebenfalls den achten Platz.
Die zwei können sich nach der gelungenen deutschen Meisterschaft aber nicht ausruhen. Denn am heutigen Samstag empfängt der VfL Sindelfingen in der Oberliga den Tabellennachbarn TV Feldrennach um 18 Uhr in der Turnhalle des Pfarrwiesengymnasiums.




