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Schwieriger Auswärtskampf

Ersatzgeschwächte Ehninger Ringer gehen in Neckarweihingen unter

Mehrere Ausfälle bremsen den TSV Ehningen beim KSV Neckarweihingen aus.
Von Henri Schimmer
Kai Rachwalski (rechts) und der TSV Ehningen waren gegen Neckarweihingen chancenlos.

Kai Rachwalski (rechts) und der TSV Ehningen waren gegen Neckarweihingen chancenlos.

Bild: z

Ringen. Am vergangenen Samstag reisten die Ringer des TSV Ehningen für den zweiten Saisonkampf in der Oberliga Württemberg zum KSV Neckarweihingen. Bereits beim Blick auf die Aufstellungen wurde klar, dass für den TSV wenig zu holen sein würde, was sich auch am deutlichen Endergebnis von 25:5 zeigte. Neben Daniel Sandu und Andrian Grosul, die wegen Nationalmannschaftsabstellungen nicht zur Verfügung standen, fehlte auch Kai Rösch, der in der zweiten Mannschaft aushelfen musste.

Im Leichtgewicht bis 57 Kilogramm Freistil kam Ajmal Moredi zum Zug. Er zeigte sich engagiert, konnte aber keine eigenen Wertungen erarbeiten und landete schließlich auf den Schultern (4:0).

Bis 130 Kilogramm griechisch-römisch traf Fabian Bendl auf Mark Cherechecha. Gesundheitlich angeschlagen mühte sich Bendl zu einem knappen 3:6-Punktsieg und sicherte zwei Mannschaftspunkte (4:2).

Keinen Sportler konnte der TSV bis 61 Kilogramm stellen. Alexander Weinberg sicherte den Neckarweihingern kampflos vier Punkte (8:2).

Rachwalski “Ringer des Abends“

Berkan Tas rückte für Andrian Grosul ins Freistil-Halbschwergewicht nach. Stilartfremd schlug er sich gegen Stefan Kamockij lange wacker, fand sich schließlich aber auf den eigenen Schultern wieder (12:2).

Ähnlich erging es Elvin Ersoy, der für Daniel Sandu bis 66 Kilogramm Freistil nachrückte. Er musste sich Felix Fecher technisch überlegen geschlagen geben (16:2).

Souverän zeigte sich Kai Rachwalski bis 86 Kilogramm griechisch-römisch. Vor allem im Stand ließ er Fabio Sax keine Chance. Belohnt wurde er mit zwei Mannschaftspunkten und der Auszeichnung zum Ringer des Abends (16:4).

Nichts zu holen war für Sebastian Sander gegen Daniel Schweng. Der Neckarweihinger zeigte bis 71 Kilogramm einige schöne Würfe und konnte Sander schließlich schultern (20:4).

Bis 80 Kilogramm Freistil traf Alexander Mutz auf Konan Kouadio. Nach kurzer Eingewöhnungsphase stellte er sich gut auf seinen Gegner ein und führte bis kurz vor Schluss mit der letzten Wertung. Kouadios Schlussoffensive musste er sich aber geschlagen geben, Endstand 6:4 (21:4).

Busch freut sich auf Duell gegen Röhlingen

Bis 75 Kilogramm Freistil traf Adrian Moise auf Andranik Ovsepian. Beide Routiniers zeigten sich zunächst abwartend. Gegen Ende nahm das Duell an Schwung auf, mit dem besseren Ende für den Ehninger: Moise gewann mit 5:7 Punkten (21:5).

Im letzten Kampf bis 75 Kilogramm griechisch-römisch traf Timo Stiffel auf Piotr Stolarczyk, der für Polen schon mehrfach an Europa- und Weltmeisterschaften teilgenommen hat. Im Stand noch ausgeglichen, hatte Stiffel am Boden nichts mehr entgegenzusetzen und musste sich technisch unterlegen geschlagen geben. Das brachte den Endstand von 25:5.

Chefcoach Maik Busch nahm die Niederlage gefasst zur Kenntnis: „Neckarweihingen hat uns schon in den letzten Jahren nie gelegen. Auch wenn wir die volle Mannschaft zur Verfügung hatten, war da wenig zu holen. Nachdem wir heute auf einige Säulen verzichten mussten, war die Niederlage leider abzusehen.“

Vorfreudiger zeigte er sich mit Blick auf den ersten Kampf in der heimischen Schalkwiesenhalle am kommenden Samstag: „Da wird für uns deutlich mehr drin sein, mit dem AC Röhlingen haben wir einen Aufsteiger vor der Brust, der bisher ohne Sieg dasteht. Und vielleicht lassen wir uns da noch einige Überraschungen für die Aufstellungen einfallen.“