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Böblingen: Schüler vom AEG und OHG waren 3 Tage unterwegs

Exkursion im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet – eine Region, die zwar jedem bekannt ist, jedoch bisher von den wenigsten Böblinger Schülern bereist wurde – ist ein Vorzeigebeispiel für einen immer noch andauernden Strukturwandel. Das Ruhrgebiet ist eine Wirtschaftsregion, die spätestens seit der Industrialisierung sehr bedeutsam für die Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland ist.
Von unserem Mitarbeiter Peter Maier
Schüler der Geografiekurse des Albert-Einstein- und des Otto-Hahn-Gymnasiums waren auf Exkursion im Ruhrgebiet. Bild: z

Schüler der Geografiekurse des Albert-Einstein- und des Otto-Hahn-Gymnasiums waren auf Exkursion im Ruhrgebiet. Bild: z

Die frühere Hochburg für Braun- und Steinkohleabbau, aber auch Hochburg der Stahlindustrie, hat in den letzten Jahren einen großen Wandel durchlebt. Sie entwickelte sich von einer Industriemetropole über eine Industriebrache bis hin zu einem großen Angebot an verschiedensten kulturellen Angeboten und neu angesiedelten Branchen, wie die der Biotechnik.

Um dieses Gebiet mit seinen ganzen Besonderheiten näher kennenzulernen, machten sich die vierstündigen Geografiekurse vom AEG und OHG gemeinsam für drei Tage mit den Lehrern auf den Weg, um diese Region an konkreten Beispielen zu erkunden.

Das Ruhrgebiet ist Repräsentant vieler spannender Themen, die auch für Schüler, unter anderem auch in Bezug auf das Abitur 2019, eine wichtige Rolle spielen. Die Exkursion beinhaltete viele verschiedene Schwerpunktthemen, wie Lagerstätten, Ausmaß und Folgen der Tertiärisierung oder den Strukturwandel, die vor Ort anschaulich und unmittelbar vertieft sowie zum Teil auch kritisch hinterfragt werden konnten.

Die Schüler lernten in Führungen und Diskussionen an den jeweiligen Standorten einiges über die stillgelegten Zechen (Landschaftspark Nord in Duisburg und Zeche Zollverein in Essen), die letzte deutsche Steinkohleförderung und den derzeitigen Braunkohleabbau mit Rekultivierungs- und Umsiedlungsprogrammen der RWE im Tagebaugebiet Garzweiler, die aktuelle Problematik im Hambacher Forst und die Stahlweiterverarbeitung bei Thyssen-Krupp in Bochum.

So lernten die Schüler zum Thema „Stadtentwicklung und Strukturwandel“ bei einer Stadtführung durch Oberhausen unter anderem etwas über die Lebensbedingungen der Arbeiter zur Blütezeit des Kohleabbaus und wie sich infolge des Strukturwandels Gesellschaft und städtischer Raum veränderten.

Ziel war es, das Ruhrgebiet mit seinen unterschiedlichen Themen näher kennenzulernen. Aufgrund der verschiedenen breit gefächerten Programmpunkte ist es gelungen, einen tiefen Einblick in viele verschiedene Bereiche dieser Region zu erlangen.