

Böblingen. Der Böblinger Gemeinderat hat über die Fortschreibung des Lärmaktionsplans für Böblingen beraten. Ziel dieses Plans ist es, Gebiete zu identifizieren, welche stark durch Verkehrslärm – von der Straße und der Schiene – belastet sind. Anschließend sollen mögliche Maßnahmen entwickelt werden, um die Betroffenen zu schützen.
„In diesem Zusammenhang kommt jedoch leider auch regelmäßig wieder die Debatte auf, ob auf Böblingens Straßen flächendeckend Tempo 30 gelten sollte. Sicher gibt es Bereiche, in welchen dies sinnvoll ist. Genaueres wird der Aktionsplan hoffentlich zeigen. Eine flächendeckende Begrenzung in unserer Stadt lehnen wir allerdings auf jeden Fall ab“, schreibt die FDP Böblingen in einer Pressemitteilung.
Untersuchungen – beispielsweise in Stuttgart oder Berlin – hätten gezeigt, dass Beschränkungen auf Tempo 30 insbesondere auf den Hauptverkehrswegen eher kontraproduktiv seien, wenn es darum gehe, die Menschen vor Lärm und Luftverschmutzung zu schützen. Deutlich effektiver sei es, den Verkehrsfluss zu verbessern. Gerade wenn es um den Durchgangsverkehr gehe, scheine dies die einzig mögliche Option zu sein.
„Vor dem Hintergrund, dass uns die Baustelle auf der A 81 noch länger begleiten wird, ist dies umso wichtiger. Eine Verbesserung der Ampelschaltungen und intelligente Verkehrsleitsysteme müssen die Lösung sein“, so die Böblinger Liberalen. Die FDP-Fraktion hat dazu bereits einen Antrag bei der Stadtverwaltung eingereicht, der sich schon in der Umsetzung befindet. „Es gilt daher, genau hinzuschauen und stets die örtlichen Gegebenheiten des Einzelfalls zu prüfen. Nur so können Belastungen – durch Lärm oder Luftverschmutzung – reduziert und zusätzliche Einschränkungen vermieden werden“, macht die FDP Böblingen deutlich.