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Volleyball – Oberliga

Fehlstart ohne Gegenwehr: Fabian Probst vermisst den Siegeswillen

Der VfL Sindelfingen zieht beim Titelkandidaten VfB Ulm mit 1:3 den Kürzeren.
Thomas Meyer und der VfL mussten sich in Ulm mit 1:3 geschlagen geben.

Thomas Meyer und der VfL mussten sich in Ulm mit 1:3 geschlagen geben.

Bild: Eibner-Pressefoto/ Francesco Gianni Consentino

Volleyball. Die Volleyballer des VfL Sindelfingen sind mit einer Niederlage in die neue Oberligasaison gestartet. Beim Titelkandidaten VfB Ulm musste sich das Team von Fabian Probst mit 1:3 geschlagen geben. Die Niederlage ärgerte den Sindelfinger Coach dabei weniger als der insgesamt blutleere Auftritt. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollen.“

Die Ulmer hätten zwar gut und souverän gespielt, „aber unschlagbar waren sie nicht“, so Fabian Probst weiter. „Wir haben leider nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Einstellung und Körpersprache meiner Jungs haben mir gar nicht gefallen.“ Phasenweise konnten die Gäste überzeugen, doch um Zählbares aus der Ulmer Weststadthalle zu entführen, sei das entschieden zu wenig gewesen.

Sieben Aufschlagfehler

Den ersten Durchgang konnte der VfL lange offen gestalten, musste diesen letztlich knapp mit 23:25 verloren geben. Fabian Probst schwante da schon Böses. „Ich hatte angewiesen, die Aufschläge sicher ins Spiel zu bringen – und dann begehen wir sieben Aufschlagfehler“, kam er aus dem Kopfschütteln nicht heraus. „So sind wir nie in einen Rhythmus gekommen.“

Mit personellen Veränderungen – Conrad Darmer übernahm als Zuspieler – wollte der Sindelfinger Coach sein Team wieder in die Spur bringen, um dann aber nach dem schnellen 0:3-Rückstand schon wieder mittels einer Auszeit die Reißleine zu ziehen. „Was ist los?“, fragte Fabian Probst in die Runde. Eine richtige Antwort bekam er darauf nicht. Zumindest stabilisierte sich sein Team in der Annahme, die der VfL-Trainer sogar ausdrücklich lobte. „Aber wir haben danach nicht die Punkte gemacht.“

VfL zu pomadig

So ging auch der zweite Satz mit 25:20 an die Hausherren, die ihrerseits solide ihren Stiefel herunterspielten. Den dritten Satz wiederum krallten sich mit 25:21 die Sindelfinger – Freudensprünge löste der Satzgewinn bei Fabian Probst aber nicht aus. „Das Spiel ist mehr oder weniger vor sich hingerumpelt, dann hatten wir den Satz plötzlich gewonnen.“

Mit derselben Aufstellung wollte der VfL-Coach den Satzausgleich erzwingen und damit einen Zähler sichern. Dieses Vorhaben wiederum ging mit 19:25 in die Hose. Zu pomadig agierten die Gäste, zu fehlerbehaftet war ihr Spiel. Dass die Köpfe und Schultern seiner Schützlinge im Angesicht der unausweichlichen Niederlage nach unten gingen, ärgerte Fabian Probst am meisten. „Darüber werden wir noch reden müssen. Wir können guten Volleyball spielen, das haben wir heute aber aus mir unerfindlichen Gründen nur sporadisch gezeigt.“

VfL Sindelfingen: Simon Sturm, Conrad Darmer, Nick Hoschke, Thomas Meyer, Mykhailo Trush, Fabian Schick, David Schubert, Florian Benz, Nils Mones, Lukas Thiem, Mykola Tryzna, Tobias Gußmann, Martin Tischhäuser.