

Handball. Ohne auch nur eine Sekunde in Führung zu liegen, haben die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen 2 trotzdem einen Zähler vom Auswärtsspiel beim VfL Pfullingen 2 mit nach Hause gebracht. Zur Pause noch mit 10:17 in Rückstand kämpfte sich die von Kimberly Rippl betreute HSG in die Partie zurück und bejubelte am Ende ein 31:31-Unentschieden. „Nach dem Spielverlauf fühlt sich das wie ein Sieg an“, freute sich die Co-Trainerin der Bösis.
In Abwesenheit von Chefcoach Manuel Rippl, der parallel bei der zweiten Männermannschaft im Einsatz war, bekam seine Ehefrau in den ersten 30 Minuten wenig Erbauliches von ihrem Team zu sehen. „Vorne schwache Abschlüsse, hinten gar keine Kommunikation“, war Kimberly Rippl bedient. In der Pause stimmte sie dennoch besonnene Töne an – auch weil sie von den Pfullingerinnen nicht sonderlich beeindruckt war. „Wir haben die erste Halbzeit abgehakt und wollten uns einfach in jedem Bereich verbessern.“
Dieses Vorhaben gelang ihrer Mannschaft vorzüglich. Tor um Tor kamen die Bösis nach Wiederanpfiff heran. Als Lea Frommer in der 46. Minute der 23:23-Ausgleich gelang, war der Glaube an einen Sieg zurück. Selbst von einem neuerlichen Drei-Tore-Rückstand bei 26:29 in der 54. Minute ließen sich die Gäste nicht einschüchtern und waren durch die starke Janine Dombrowski zwei Minuten vor dem Spielende bei 30:30 wieder dran. „Das Einzige, was gefehlt hat, war selbst mal in Führung zu gehen“, trauerte Kimberly Rippl einigen vergebenen Möglichkeiten hinterher.
Als Janine Dombrowski, die neben Sarah Moßhammer überragte, 20 Sekunden vor dem Ende zum 31:31 ausgleichen und Antonia Lachmann einen letzten Wurf des VfL noch abwehren konnte, war der Punktgewinn perfekt. „Nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten und einem Sieben-Tore-Rückstand zur Pause, können wir mit dem Unentschieden gut leben“, zeigte sich Kimberly Rippl zufrieden.
HSG Böblingen/Sindelfingen 2: Lachmann, Tabita Schmidt (beide im Tor); Miller (1 Tor), Bohner (3), Denise Dieterle (3), Kiefer (1), Michel, Akgün, Frommer (4), Moßhammer (8/davon 1 Siebenmeter), Dombrowski (9), Golasch (2), Heitzmann.


