Menü
Verschmutzung

Für mehr Sauberkeit: Maßnahmen gegen wilden Müll an Containerstandorten in Sindelfingen

Die Stadtverwaltung sieht sich zu einschneidenden Schritten gezwungen.
Von Peter Maier
Müll an den Containern beim Hotel Eichholz Ende Oktober.

Müll an den Containern beim Hotel Eichholz Ende Oktober.

Bild: Reitter/Archiv

Sindelfingen. Die Stadt Sindelfingen intensiviert ihre Maßnahmen gegen illegale Müllablagerungen an den Containerstandorten des Abfallwirtschaftsbetriebs Böblingen (AWB). Ergänzend zur laufenden Testphase mit mobilen Lichtmasten und Bewegungsmeldern, die von der Stadt Sindelfingen an den beiden Müll-Hotspots Hohenzollernstraße/ Freibadparkplatz und Rudolf-Harbig-Straße installiert wurden, werden nun weitere besonders belastete Containerstandorte verlegt oder aufgelöst.

Auflösung vermüllter Standorte

Ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Sauberkeit ist die Auflösung der beiden Containerstandorte Am Hirnach sowie in der Friedrich-Ebert-Straße vor dem ehemaligen Waldhotel. An beiden Standorten kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu massiven illegalen Müllablagerungen, die deutlich über das Maß anderer Containerstandorte hinausgingen. Trotz regelmäßiger Reinigungsmaßnahmen konnte keine nachhaltige Verbesserung erreicht werden. Neben Altglas und Alttextilien wurden dort unter anderem Kartons, Plastiktüten mit Hausmüll, Elektroschrott, Sperrmüll, Möbelstücke und Matratzen abgestellt.

Darüber hinaus wird der Alttextilcontainer in der Goldbergstraße abgebaut, um die Situation vor Ort zu entschärfen. Die Altglascontainer verbleiben am bisherigen Standort.

In der näheren Umgebung stehen weiterhin gut erreichbare Sammelstellen für Altglas, Dosen und Alttextilien zur Verfügung. Der Abfallwirtschaftsbetrieb hat aktuell darüber informiert, dass die Entsorgungskapazitäten für Alttextilien auf den Wertstoffhöfen verdoppelt wurden.

Verlegung und Zusammenlegung

Aufgrund wiederholter illegaler Müllentsorgungen werden die bisherigen Containerstandorte Corbeil-Essonnes-Platz (Domo) und Seestraße gegenüber dem Café Wiesn Mitte Februar zusammengelegt. In diesem Zuge werden die beiden Alttextilcontainer in der Seestraße entfernt.

Ein neuer gemeinsamer Standort befindet sich inder Seestraße, Richtung Abbiegung Leonberger Straße Auch diese Maßnahme dient der nachhaltigen Verbesserung der Sauberkeit und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.

Die Standortschließungen und -verlegungen werden von der Stadt Sindelfingen koordiniert und vom für die Sauberkeit an den Containerstandorten zuständigen Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen umgesetzt.

Oberbürgermeister Markus Kleemann erklärt: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, konsequent gegen Wilden Müll vorzugehen. Mit der Auflösung und Verlegung besonders problematischer Containerstandorte will die Stadt Sindelfingen die Sauberkeit und die Aufenthaltsqualität im Stadtgebiet nachhaltig verbessern. Trotz dieser Maßnahmen steht den Bürgern weiterhin eine ausreichend große Anzahl an Containerstandorten zur Verfügung. Wir bitten um Verständnis für die notwendigen Anpassungen.“

Wilder Müll – ein zunehmendes Problem

Containerstandorte werden zunehmend als illegale Müllkippen missbraucht, was den Betrieb erheblich erschwert und hohe Zusatzkosten verursacht. Was ursprünglich der Mülltrennung dienen sollte, entwickelt sich mancherorts zu einem Anziehungspunkt für illegale Entsorgung.

Die Stadt appelliert daher erneut an alle Bürger, die bestehenden Entsorgungsangebote verantwortungsvoll zu nutzen und Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen. Nur durch gemeinsames Handeln kann ein sauberes, attraktives und lebenswertes Stadtbild dauerhaft erhalten werden.

Müllverstöße melden

Illegale Müllablagerungen können direkt gemeldet werden: