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Reiterverein Sindelfingen

Gelungener Reit-Turnierauftakt

Insgesamt fast 100 Vereinsmitglieder, Eltern und Freunde sind im Einsatz. Am Samstag und Sonntag geht es auf der Anlage in der Viehweide weiter.
Hanna Glauner und D-Day vom RV Sindelfingen freuten sich über gute Platzierungen.

Hanna Glauner und D-Day vom RV Sindelfingen freuten sich über gute Platzierungen.

Bild: Hensolt

Reitsport. Es war gleich eine doppelte Premiere für Mirja Nothum beim Dressur-Tag des Großen Turniers des Reitervereins Sindelfingen: Die 13-Jährige startet zum ersten Mal bei einem Turnier - genau wie ihr Pferd Diamini. „Ich bin schon ziemlich aufgeregt“, sagt die Stuttgarterin, kurz bevor sie ins Dressurviereck auf dem großen Außenplatz einreitet und die Prüfung im Dressur-Reiterwettbewerb beginnt.

Dann ist höchste Konzentration gefordert von Pferd und Reiterin, die im Schritt, im Trab und im Galopp verschiedene Hufschlagfiguren präsentieren. Am Rand des großen Platzes steht Mirjas Mutter Petra Markström und drückt die Daumen, „zuschauen ist mindestens so anstrengend wie mitreiten“, meint sie und lacht. Ein paar Minuten später ist es geschafft, „alles hat super geklappt“, sagt Mirja und strahlt, „Diamini hat es ganz toll gemacht“. Für eine Platzierung unter den besten sechs Starterinnen und Startern reicht es zwar nicht, aber mit der Wertnote 6,0 ist Mirja „mega happy“.

Heimvorteil genutzt

Und auch die anderen beiden Mitglieder des Reitervereins Sindelfingen, die wie Mirja im Dressur-Reiterwettbewerb angetreten sind, sind mit ihrer Leistung zufrieden: Sophia Treutter erzielt mit Roosevelt die Wertnote 6,3, Jule Hensolt auf Cassy Cool die Wertnote 6,8. Auch für sie war es die erste Prüfung auf einem größeren Turnier. „Turnier zu reiten ist toll“, sind sich alle drei einig.

Auch die Vorsitzende des Sindelfinger Reitervereins Maren Mühlbauer ist zufrieden mit der Leistung „ihrer“ Reiterinnen. „Alle haben in den letzten Wochen sehr viel trainiert“, lobt sie, „und große Fortschritte gemacht“. Auch die anderen Starterinnen aus Sindelfingen haben in den Dressurprüfungen am Himmelfahrtstag sehr gute Leistungen erzielt, unter anderem landete Jule Haunstetter mit ihrem First Choice und der Wertnote 7,3 auf dem 4. Platz bei der ersten Qualifikation zum Volksbank Championat 2026.

Katja Hahn-Heinze konnte in der Dressurprüfung A* mit Klippensprung die Wertenote 6,3 erreichen. Hanna Glauner belegte mit D-Day in der Amateur-Dressurreiterprüfung L* einmal Platz 7 mit einer Wertnote von 7,0 und einmal in der L*-Dressur den 4. Platz mit einer Wertnote von 7,2. Mit ihrer Stute Velia erzielte sie zudem in der Dressurpferdeprüfung Klasse A die Wertenote 6,6.

Aber Platzierungen und gute sportliche Leistungen sind nicht alles, worauf es beim traditionellen Sindelfinger Turnier ankommt. „Die Turniertage sind auch ein Highlight in unserem Vereinsleben“, meint Maren Mühlbauer. Denn ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die am Vatertag und dem darauffolgenden Wochenende mithelfen, wäre ein so großes Event nicht zu stemmen. Sie grillen Würstchen, schenken Getränke aus, managen den Parkplatzdienst und sorgen dafür, dass sich menschliche und tierische Gäste wohlfühlen.

Entspannte Stimmung

„Die Stimmung in Sindelfingen ist immer sehr entspannt und schön“, meint einer der Reiterinnen, die mit ihrem Pferd von auswärts angereist ist und nach ihrer Prüfung im Zelt sitzt und Linseneintopf löffelt. Und Astrid Hager, die das Turnier maßgeblich mit organisiert hat, erzählt: „Für uns als Verein ist so ein großes Turnier, mit mehr als 400 Starts an drei Tagen natürlich eine große Herausforderung. Es ist anstrengend, aber wir beweisen jedes Jahr wieder, was wir zusammen auf die Beine stellen können“. Insgesamt fast 100 Vereinsmitglieder, Eltern und Freunde sind an den Turniertagen im Einsatz.

Am Samstag und Sonntag stehen in Sindelfingen die Springprüfungen an, Höhepunkt ist am Sonntag dann die Springprüfung in der Klasse M*. Erwartet werden Teilnehmende aus Vereinen aus der ganzen Region. „Wir hoffen natürlich auf gutes Wetter“, sagt Maren Mühlbauer und ergänzt, „schön wäre, wenn es noch ein bisschen wärmer wäre am Wochenende“. Darauf baut auch die Sindelfinger Reiterjugend, die beim Turnier zum ersten Mal nicht nur selbst gebackene Waffeln verkauft, um die Jugendkasse zu füllen, sondern auch eiskalte Slushis.

Auf Familie Markström/Nothum wartet am Sonntag noch eine weitere Premiere, dann wird Mirjas Mutter Petra zum ersten Mal mit Diamini bei einer Prüfung antreten, beim 80-Zentimeter-Springen. „Diamini macht das schon“, ist Mirja zuversichtlich. Wenn ihre Mutter Springturnier-Premiere feiert, wird sie am Platzrand stehen und Pferd und Reiterin die Daumen drücken.

Info: Am Samstag geht es auf der Anlage des Reitervereins Sindelfingen (Albrecht-Dürer-Straße 15) in der Viehweide um 9.30 Uhr los, am Sonntag startet das Programm um 9 Uhr.
Weitere Informationen gibt es hier: rv-sindelfingen.de