Ihr Browser ist leider zu alt für diese Seite.
Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser bzw. wechseln auf einen Browser, der für das heutige Web geeignet ist.
Generation Greta oder Generation Corona? Beide Begriffe sind richtig für die nach 2000 Geborenen, sagt Jugendforscher Klaus Hurrelmann. Denn viele von ihnen haben noch andere Sorgen als die Klimakrise.
Von Leonie Rothacker
Die Generation Z ist eine politische – gut gebildete Klimaaktivistinnen sind aber nicht die einzigen, die dazu gehören.
Die Nachkriegsgeneration: Wer etwa zwischen 1946 und 1955 geboren ist, gehört zu der Generation, die von der Nachkriegszeit geprägt wurde. Frauen spielten zu dieser Zeit eine Schlüsselrolle, sind nach der Rückkehr der Männer aber „zurück in die zweite Reihe getreten“, wie Klaus Hurrelmann es beschreibt. Wenn er Generationen charakterisiert, sagt er aber immer dazu: „Generation ist ein Kunstbegriff, durch den wir ausdrücken, dass Menschen derselben Jahrgänge durch die Ereignisse in ihrer Jugendzeit geprägt wurden.“ Die Beschreibungen haben demnach aber keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
Die Baby Boomer: Die Jahrgänge von 1956 bis 1965 heißen Baby Boomer, weil sie so geburtenstark waren. Ihre Kindheit und Jugend war geprägt von den politischen Unruhen um 1968. Aus diesem Grund, so Hurrelmann, sind die Boomer eine sehr politische Generation. Ihre Galionsfigur war der Wortführer der Studentenbewegung, Rudi Dutschke, dem Trauernde hier im Jahr 1980 am Abend seiner Beerdigung gedenken.
Die Generation X: Die etwa zwischen 1966 und 1980 Geborenen sind laut Hurrelmann in vielen Fällen das Gegenteil der Boomer: „Sie sind unpolitisch, weil sie in jungen Jahren mit sich selbst beschäftigt waren.“ Der Grund ist die schlechtere wirtschaftliche Lage in ihrer Kindheit und Jugend, die die Generation X verunsichert hat. Im Bild verbringen Jugendliche 1985 ihre Freizeit beim Pfingsttreffen der Freien Deutschen Jugend in der sächsischen Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz.
Die Generation Y: Mit ihrer Vorgängergeneration haben die zwischen 1981 und 1995 Geborenen gemeinsam, dass auch sie besorgt und deshalb unpolitisch sind. Die Realschulabgängerinnen und -abgänger im Bild von 2010 konnten sich nicht mit Sicherheit darauf verlassen, dass sie einen Ausbildungsplatz und Arbeit finden. „Diese Leute mussten einfach schauen, wo sie bleiben“, sagt Hurrelmann über die Generation. Er würde sogar alle Jahrgänge bis zur Jahrtausendwende dazu rechnen, weil erst um diese Zeit der wirtschaftliche Umschwung kam.
Berlin/Mainz - Kosmopoliten und Weltoffene gegenüber Populismus-Geneigten und Nationalpopulisten: Das ist die Aufteilung, die Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance in Berlin bei der Generation ...