

Mehr als 250 000 Badegäste in einer Saison: Das Sindelfinger Freibad hat einen Sommer hinter sich, der sich sehen lassen kann. Das gute Wetter hat geholfen. Doch Sonnenschein allein bringt noch keine Viertelmillion Menschen durchs Drehkreuz.
Ein Freibad kann noch so attraktiv sein – entscheidend ist, dass die Menschen es auch nutzen können. Und zwar dann, wenn sie Zeit dafür haben. Sindelfingen hat dafür in diesem Sommer gute Voraussetzungen geschaffen: lange, verlässliche Öffnungszeiten und die Bereitschaft, bei passendem Wetter die Saison zu verlängern.
Das klingt selbstverständlich. Ist es aber nicht.
Gerade Berufstätige können nicht am frühen Nachmittag mit Handtuch und Badesachen auf der Liegewiese stehen. Wer erst nach Feierabend ins Freibad kommt, braucht Öffnungszeiten, die einen Besuch noch lohnenswert machen. Dass darüber andernorts in diesem Sommer intensiv diskutiert wurde, hatte seinen Grund.
Lange Öffnungszeiten kosten Geld und brauchen Personal. Das gehört zur Wahrheit dazu. Aber ein kommunales Freibad ist für die Menschen da – und sollte sich deshalb auch an deren Alltag orientieren.
Die mehr als 250 000 Besucher sind deshalb mehr als eine erfreuliche Zahl in der Sindelfinger Saisonbilanz. Sie zeigen, was passiert, wenn Angebot, Öffnungszeiten und Bedürfnisse zusammenpassen.
Ein Freibad lebt schließlich nicht davon, dass es da ist. Es lebt davon, dass es offen ist.




