

Böblingen. Die Feuerwehr Böblingen wurde am Sonntagabend gegen 19:20 Uhr zu einem Flächenbrand an der B464 zwischen Böblingen und Dagersheim alarmiert. Bereits auf der Anfahrt bestätigte sich das Lagebild aufgrund einer massiven Rauchentwicklung, sodass das Alarmstichwort erhöht wurde.
Es brannten mehrere noch nicht abgeerntete Getreidefelder auf einer Fläche von rund vier Hektar. Neben der Feuerwehr Böblingen, die mit zahlreichen Kräften und wasserführenden Fahrzeugen im Einsatz war, unterstützten auch die Feuerwehr Sindelfingen sowie die Führungsgruppe des Landkreises die Einsatzmaßnahmen. Auch Kreisbrandmeister Martin Amler war vor Ort.
Die Einsatzkräfte leiteten mit mehreren Strahlrohren umgehend einen umfassenden Löschangriff ein, der von verschiedenen Seiten vorgetragen wurde. Örtliche Landwirte unterstützten die Maßnahmen, indem sie eine Schneise zwischen dem Brandbereich und den noch nicht betroffenen Feldern zogen. Durch die Drohnengruppe der Feuerwehr Böblingen konnte schnell ein Lagebild aus der Luft erstellt werden, das die Einsatzleitung bei der Erkundung und Festlegung der Maßnahmen unterstützte. In einem eigenen Einsatzabschnitt wurden Messfahrten in der näheren Umgebung durchgeführt, die keine Auffälligkeiten ergaben.
Im Einsatz war auch der geländegängige Zug der Feuerwehr Böblingen, der speziell für Einsätze auf unbefestigtem Gelände konzipiert ist. Dazu zählt unter anderem ein Utility Task Vehicle mit Aufbau Kleinlöschfahrzeug sowie ein Gerätewagen Transport mit Löschmodul auf Unimog-Basis. Dadurch konnten Löschmaßnahmen direkt auf den betroffenen Flächen effektiv durchgeführt werden.
Nach rund einer Stunde konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Umfangreiche Nachlöscharbeiten schlossen sich an. Die abgebrannte Fläche wurde anschließend durch örtliche Landwirte umgepflügt. Verletzt wurde niemand. Im Einsatz befanden sich rund 80 Feuerwehrangehörige mit etwa 20 Fahrzeugen, der DRK-Ortsverein Böblingen zur Absicherung der Einsatzkräfte sowie die Polizei mit mehreren Streifenwagenbesatzungen. Nachlöscharbeiten durch, um verbliebene Glutnester abzulöschen.



