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Drei Tage reger Austausch

Großer Bildungsdialog in Sindelfingen mit 20 Schulleitern aus Hongkong

In der SMTT standen die verschiedenen Bildungssysteme im Mittelpunkt. Zudem gab es einen Besuch in Tübingen mit Besichtigung der Eberhard-Karls-Universität.
Von Peter Maier
Gruppenbild in der SMTT mit Sarah Kupke, (Fünfte von links) und den Schulleitern aus Hongkong.

Gruppenbild in der SMTT mit Sarah Kupke, (Fünfte von links) und den Schulleitern aus Hongkong.

Bild: z

Sindelfingen. Die Stadt wurde am Montag zu einem Zentrum des internationalen Bildungsdialogs, als Schulleiter aus Hongkong im Rahmen eines dreitägigen Austauschprogramms die Stadt besuchten. Das Programm wurde vom Austria Chinese Profound Arts Festival (ACPAF) mit Unterstützung von CommonTime UG organisiert.

Vom 4. bis 6. Januar nahm eine Delegation von 20 Schulleiterinnen und Schulleitern weiterführender Schulen des Hong Kong Subsidised Secondary School Council (HKSSSC) an einem intensiven Programm teil, das den Austausch von Perspektiven, Praktiken und bildungspolitischen Schwerpunkten unterschiedlicher Bildungssysteme in den Mittelpunkt stellte.

Ziel des Besuchs war es, professionelle Netzwerke zu stärken und das gegenseitige Verständnis zwischen Sekundarschulen in Hongkong, deutschen Gymnasien und internationalen Schulen zu vertiefen. In Workshops wurden unter anderem Fragen der Schulentwicklung, der Gestaltung einer von Fürsorge geprägten Führungskultur sowie der Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern auf ihre zukünftigen Bildungswege thematisiert.

In fachlichen Gesprächen und praxisnahen Einblicken vor Ort verglichen die Teilnehmenden, wie unterschiedliche Bildungssysteme auf die wachsenden Anforderungen an Schulen und Lernende reagieren.

Ein Höhepunkt des Besuchs war, als sich die Schulleiter zu einem ganztägigen Workshop versammelten. Die Sindelfinger SMTT stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Vormittagseinheit wurde von Sarah Kupke (Educational Collaborative for International Schools – ECIS) geleitet. Sie moderierte den Austausch zu internationalen Best-Practice-Beispielen bei der Gestaltung inklusiver Schulkulturen, in denen sich alle Mitglieder der Schulgemeinschaft zugehörig fühlen.

Beitrag von Daniel Heck

Am Nachmittag folgte ein Beitrag von Daniel Heck, Leiter der Curriculumentwicklung am Albert-Einstein-Gymnasium, Böblingen, der Einblick in das deutsche Gymnasialsystem gab und dessen Curriculumsstruktur sowie Ansätze zur Förderung akademischer Exzellenz vorstellte.

Der Austausch endete am Dienstag mit einem Besuch der Stadt Tübingen und der Universität Tübingen. Dort informierten sich die Teilnehmenden über die deutsche Hochschullandschaft, Studiengänge, Zugangswege und Studienmöglichkeiten für nationale und internationale Studierende. Der Besuch bot den Schulleitern aus Hongkong wertvolle Orientierung für die Beratung ihrer Schülerinnen und Schüler zu Studienoptionen im Ausland.

Ken Chan, Leiter des Austria Chinese Profound Arts Festival, bezeichnete den Austausch als „einen bedeutenden Schritt zur Förderung internationaler Zusammenarbeit im Bildungsbereich. Indem Schulleitungen aus Hongkong nach Deutschland gebracht werden, unterstreicht diese Initiative die Bedeutung globaler Perspektiven für die Gestaltung der Schule der Zukunft.“