

Böblingen. Schon gewusst? Das Stadtarchiv Böblingen hat einen umfangreichen Bibliotheksbestand, der immer wieder um weitere spannende Werke zur Stadtgeschichte wächst. Ganz neu und für alle Archivnutzer*innen bereit zur Lektüre: der bilderreiche Buchband in limitierter Auflage zum Deutschen GT-Rallye-Meister 1966 Karl Heinz Panowitz.
Ganz schön faktisch: Da sitzt man im Lesesaal des Stadtarchivs und schmökert in den historischen Originalquellen und freut sich über die vielen Details, die sich aus den alten Schriftstücken offenbaren. Vielleicht versucht man sich ja an der Restaurierung eines Flugzeug-Oldtimers und sucht nach Plänen oder arbeitet die Geschichte des eigenen Sportvereins auf. Oder recherchiert als Ahnenforschende nach den Spuren der eigenen Vorfahren – doch dann kommen Fragen auf: Lese ich die alten Buchstaben in der Archivquelle wirklich richtig? Wie wurde damals in der alten Kurrentschrift noch mal der Buchstabe H geschrieben? Und hat nicht vielleicht schon mal jemand was zu meinem traditionsreichen Verein herausgefunden?
Ganz schön praktisch, dass im Stadtarchiv eine große lokalgeschichtliche Bibliothek vorhanden ist, die alle Archivnutzer vor Ort kostenfrei für ihre Rechercheprojekte nutzen können, zum Beispiel mit Handbüchern, die etwa das Vorgehen bei Ahnenforschung verständlich erklären. Das Stadtarchiv hat in seinem Buchbestand alle wichtigen Buchpublikationen zur Böblinger Stadtgeschichte – von den großen Überblickswerken bis zum absoluten Spezialthema.
Das Stadtarchiv kauft aktiv Fachliteratur; entsprechende Hinweise sind im Stadtarchiv jederzeit willkommen. Den Großteil der archivischen Bibliothek – für Kenner der „F2-Bestand“ – machen jedoch Buchgeschenke von Autoren sowie sogenannte Belegexemplare aus. Ein großartiges Prinzip steckt dahinter: Alle Forschenden, seien es Schüler oder Studierende, Heimatforschende oder Universitätsprofessoren, können die Originalquellen im Stadtarchiv kostenfrei vor Ort nutzen und damit ihre Forschung voranbringen. Im Gegenzug erhält das Stadtarchiv nach gelungener Veröffentlichung des Werks eine gedruckte Ausgabe davon. Dieses Vorgehen entspricht einem zentralen wissenschaftlichen Prinzip: So können auch künftige Forschungsprojekte die Veröffentlichung kritisch-konstruktiv mit Blick in die Originalquellen hinterfragen und auf das erarbeitete Wissen aufbauen.
Als eine Facette zur Böblinger Stadtgeschichte ist auch die neueste Publikation zum GT-Rallye-Meister von 1966, Karl Heinz Panowitz, ins Stadtarchiv gekommen, der bis zum Monatsende mit einer geschichtsträchtigen Ausstellung in der Motorworld am Flugfeld bedacht wird. Dieses neue Buch im Stadtarchiv zur Motorsportgeschichte Böblingens bedient eines von vielen Spezialthemen. Namen wie der 1969 am Nürburgring tödlich verunglückte Böblinger Rennfahrer Gerhard Mitter oder Events wie der City-Grand-Prix am Schlossbergring gehören hierzu – und eben auch der in Böblingen beheimatete „Campione“ Karl Heinz Panowitz. Der Rallye-Meister betrieb hier wohl damals gemeinsam mit seiner Frau einen Waschsalon und einen Autoverleih.
Kontakt: Stadtarchiv@boeblingen.de und Telefon 07031-669-1688




