

Sindelfingen. Seit der Corona-Pandemie seien die Parkplätze an der Eschenriedschule abgesperrt – und das sehr zum Unmut vieler Anwohner im Stadtteil, sagt Adrian Gemander , der sich mit dem Thema zum Tag des Lokaljournalismus an die Redaktion gewandt hat. Er bezeichnet die Situation als „Irrsinn“. Die ungenutzten Stellplätze könnten aus seiner Sicht dringend benötigten Parkraum schaffen, solange das Schulgelände nicht anderweitig genutzt oder abgerissen werde.
Die Stadt Sindelfingen macht jedoch deutlich: Eine Öffnung der Fläche für die Allgemeinheit ist nicht vorgesehen. Auf Anfrage erklärt die Verwaltung, dass die Parkplätze „nie als öffentliche Parkplatzanlage ausgewiesen“ gewesen seien. Die Stellplätze seien ausschließlich für schulische Zwecke vorgesehen und Teil des Schulgeländes beziehungsweise möglicher künftiger Nutzungen.
Zeitweise seien die Flächen lediglich in besonderen Situationen genutzt worden, etwa im Zusammenhang mit der Unterbringung Geflüchteter oder bei sportlichen Veranstaltungen.
„Derzeit bestehen keine Planungen, die Fläche als öffentlichen Parkplatz auszuweisen“, heißt es aus dem Rathaus. Gründe dafür seien organisatorische und haftungsrechtliche Aspekte, insbesondere die Verkehrssicherungspflicht.
Dass die Parkplatzsituation in vielen Wohngebieten schwierig ist, räumt die Stadt selbst ein. Als Ursachen nennt die Verwaltung unter anderem veränderte Mobilitätsgewohnheiten mit mehreren Fahrzeugen pro Haushalt sowie die begrenzte Zahl an Stellplätzen in älteren Wohnquartieren.
Hinzu komme, dass private Garagen und Tiefgaragen nicht immer konsequent zum Abstellen von Autos genutzt würden. Im öffentlichen Raum stünden Stellplätze vor allem für Besucher, Lieferdienste und Handwerker zur Verfügung. Die Möglichkeiten zur Erweiterung seien jedoch begrenzt. Vorhandene Flächen müssten auch anderen Nutzungen wie Verkehrsführung, Aufenthaltsqualität und Begrünung vorbehalten bleiben.




