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Reise

Klassische Musik im barocken Ambiente der Basilika Ottobeuren

Am 21. Juni beginnt die Reihe der Basilikakonzerte mit Edward Elgars Oratorium „The Dream of Gerontius“.
Von Veit Bauknecht

Reise. Ottobeuren im Allgäu ist weltberühmt für seine monumentale Basilika. Die sanft hügelige Lage im Voralpengebiet macht Ottobeuren zum idealen Feriendomizil für Wanderer, Radfahrer, Golfer, Kunstliebhaber, für Allgäu-Entdecker und vor allem für Freunde der klassischen Musik.

In einzigartiger Weise verbinden sich die monumentale barocke Architektur der Basilika Ottobeuren, bedeutende Werke der Musikgeschichte und international renommierte Orchester zu einem Gesamterlebnis von außergewöhnlicher Dichte. Von Juni bis September stehen elf Konzerte auf dem Programm – drei große Basilikakonzerte, ergänzt durch hochkarätige Aufführungen im Kaisersaal der Benediktinerabtei Ottobeuren sowie Kammerkonzerte im Museum für zeitgenössische Kunst.

Große Basilikakonzerte

Den Auftakt der Basilikakonzerte bildet am Sonntag, 21. Juni, Edward Elgars monumentales Oratorium „The Dream of Gerontius“. Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks kehren unter der Leitung von Sir Simon Rattle in die Basilika zurück und knüpfen damit an eine über 75-jährige Tradition legendärer Gastspiele an. In der weiten Akustik der Basilika trifft die von Wagner inspirierte Tonsprache Elgars auf englische Oratorientradition.

Am Sonntag, 19. Juli, stehen zwei Schlüsselwerke von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm: die weltberühmte Sinfonie g-Moll, die erstmals in der Basilika erklingt, und das ergreifende Requiem d-Moll. Der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg und das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz München musizieren unter der Leitung von Hansjörg Albrecht.

Den Abschluss der großen Konzerttrilogie bildet am Sonntag, 20. September, ein sinfonisches Monument: Anton Bruckners 8. Symphonie, oft als „Krone der Musik des 19. Jahrhunderts“ bezeichnet. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter seinem Chefdirigenten Vladimir Jurowski lässt dieses gewaltige Werk in der Basilika erklingen, wo es nun bereits zum neunten Mal aufgeführt wird. Mit über 90 Mitwirkenden verbindet sich Bruckners Klangarchitektur mit der barocken Raumwirkung.

Kaisersaal und Kammermusik

Fester Bestandteil der Ottobeurer Konzerte sind zudem Aufführungen erstklassiger Ensembles, Kammermusiker und Nachwuchskünstler. Erstmals nach fünfjähriger Renovierungszeit wird der Kaisersaal der Benediktinerabtei Ottobeuren wieder zur Bühne für die Ottobeurer Konzerte.

Zusammen mit dem Museum für zeitgenössische Kunst spannt sich der Bogen von sinfonischer Jugendförderung über eine festliche Operngala bis hin zu intimer Kammermusik und innovativen Formaten für Kinder. Ensembles wie das Südwestdeutsche Kammerorchester, das Schwäbische Jugendsinfonieorchester oder international profilierte Solisten wie Ingolf Turban und Tomoko Sawallisch prägen das facettenreiche Programm.

Ein Ort, ein Klang, eine Idee

Die Ottobeurer Konzerte 2026 stehen damit exemplarisch für die Einheit von Raum, Werk und Interpretation. Die Basilika Ottobeuren wird einmal mehr zum Resonanzraum großer Musik, in dem geistliche Barockarchitektur und musikalische Meisterwerke eine eindrucksvolle Symbiose eingehen – ein kulturelles Ereignis mit überregionaler Strahlkraft.

Info

www.ottobeuren.de