

Schönaich. Sie hören nicht damit auf: Am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr soll in der Waldstraße in Schönaich, im Bereich der Bäckerei Sehne und des Rossmann-Marktes, eine Person unterwegs gewesen sein, die wortlos auf Passanten zuging und ihnen ein Klemmbrett entgegenhielt. Auf dem Brett soll sich eine Liste befunden haben, mit denen offenbar Spenden für gehörlose Menschen oder Menschen mit Behinderung gesammelt werden sollten. Die Vorgehensweise ist aus anderen Orten im Kreis Böblingen bekannt.
Hier handelt es sich um eine bekannte Betrugsmasche. Die angesprochenen Personen sollen dazu bewegt werden, Geld zu geben. Ob die betreffende Person in Schönaich tatsächlich betrügerisch handelt, ist zwar nicht offiziell bestätigt. Auffällig war jedoch die Reaktion des Mannes als eine Zeugin ankündigte, die Polizei zu rufen: Er sagte er etwas in einer anderen Sprache und verschwand auffallend schnell zwischen Penny und Rossmann Richtung Wald.
Bei dieser Masche erwecken die Betrüger den Eindruck, für einen guten Zweck tätig zu sein und nutzen die Gutmütigkeit ihrer Opfer aus. Ob tatsächlich eine seriöse Organisation dahintersteht, ist für Passanten oft nicht unmittelbar erkennbar. Bei undurchsichtigen Spendenaufrufen ist immer Vorsicht geboten.
Passanten sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und kein Bargeld herausgeben, wenn Zweifel an der Seriosität bestehen. Wer einen konkreten Betrugsverdacht hat, kann die Polizei verständigen. Bei verdächtigen Beobachtungen helfen eine genaue Beschreibung der Personen, der Zeitpunkt und mögliche Fluchtrichtungen.
Die Polizei empfiehlt grundsätzlich, bei unseriös wirkenden Geldforderungen aufmerksam zu bleiben und auf eine spontane Zahlung zu verzichten.



