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Die 50-Prozent-Marke ist fast erreicht / Im Landkreis ist die Hälfte der Einwohnerschaft mindestens einmal geimpft

Kreis Böblingen: Die Hälfte mindestens einmal gegen Corona geimpft

Stand 29. Juni hat der Landkreis Böblingen eine Erstimpfungsquote von 49,5 Prozent. Damit ist nun fast die Hälfte der Einwohnerschaft im Landkreis Böblingen mindestens einmal geimpft. Die einen in den Impfzentren, die anderen in den Arztpraxen, oder auch im Rahmen einer der zahlreichen Aktionen, die im Landkreis in den letzten Wochen auf die Beine gestellt wurden.
Von unserem Mitarbeiter Peter Maier
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Der Anteil der Vollgeimpften liegt aktuell bei 33,4 Prozent. Der Landesdurchschnitt liegt bei 50,2 Prozent an Erstimpfungen und 34,2 Prozent Vollimmunisierte. Landrat Roland Bernhard richtet ein herzliches Dankeschön an die Ärzteschaft und alle Beteiligten: „Der Dank, dass wir das erreicht haben, geht in Richtung der Ärzteschaft und an Alle, die sich in den Praxen, aber auch im Kreisimpfzentrum (KIZ) oder im Rahmen einer der vielen kommunalen Impfaktionen engagiert haben.“

Gerade auch das ehrenamtliche Engagement sei immer wieder sehr beeindruckend, hebt der Landrat hervor. Alles, was mit dem Impfen zu tun hat, sei zäh und stelle alle Beteiligten auf harte Geduldsproben, so Bernhard weiter. „Wir haben uns wohl alle gewünscht, dass wir zu einem früheren Zeitpunkt mehr Impfstoff zur Verfügung gehabt hätten und damit in der Lage gewesen wären, mehr Menschen schon früher ein Impfangebot machen zu können.“

Der Landkreis Böblingen hatte von Anfang an damit zu kämpfen, dass man trotz einer hohen Einwohnerzahl von knapp 400.000 Einwohnern nur ein KIZ zugesprochen kam. In einer ähnlichen Rolle fand sich der Rems-Murr-Kreis wieder, der im Übrigen in der aktuellen Auflistung mit 47,5 Prozent an Erstgeimpften und 31,8 Prozent an Vollimmunisierten hinter dem Kreis Böblingen liegt. „Dass wir trotz allem so nah am Durchschnitt liegen, hat viele Gründe“, so Landrat Bernhard. „Es ist der Verdienst derer, die sich seit Jahresbeginn im Kreisimpfzentrum engagieren, wo immer alles schnell verimpft wird, was dort ankommt. Und es ist auch unseren zahlreichen Appellen an und Vorstößen in Richtung Land zu verdanken, dass wir immer wieder mit Sonderkontingenten bedacht wurden, wenn es welche zu verteilen gab.“

Insofern gebühre dem Land auch ein Dankeschön, so der Landrat. „Es ist aber auch ein Verdienst all derer, die – seit es möglich ist – ohne große Töne in ihren Praxen impfen, neben ihrem eigentlichen Praxisbetrieb; und letztlich der Verdienst all derer, die sich in Ergänzung zu den drei Impfsäulen – Impfzentrum, Ärzteschaft und Betriebsärzte – in den zahlreichen zusätzlichen Aktionen engagiert haben, mit denen ebenfalls viele Menschen erreicht wurden, die sonst noch weiter warten würden.“

Dank des Zusammenwirkens Aller sei es nur möglich gewesen, mit nur einem Impfzentrum in einem so einwohnerstarken Landkreis wie dem Kreis Böblingen heute da zu stehen, wo man ist, so der Landrat. Die Zahlen machen es deutlich – erst seit Ostern impft die Ärzteschaft in den Praxen. Nach rund zweieinhalb Monaten war über diese Schiene das Impfgeschehen im Impfzentrum eingeholt beziehungsweise überholt. Die Kapazitäten wären im KIZ zwar an sich deutlich höher, aber auch dort kann man nur verimpfen, was da ist. Darüber hinaus gab und gibt es zahlreiche kreative Impfaktionen landkreisweit oder gab es – gerade in der Anfangszeit – auch Unterstützung bei der Terminvereinbarung (damals durch den Kreisseniorenrat und das DRK).

All diese Unterstützung und die Aktionen in den Kommunen haben mit dazu beigetragen, dass der Landkreis Böblingen den Landesdurchschnitt nur knapp verfehlt. Was auch künftig besondere Impfaktionen angeht, so sieht sich der Landkreis in einer koordinierenden Rolle, wenn es darum geht, Ideen zu bündeln und Aktive zusammenzubringen, so Landrat Bernhard. „Es hat sich schon vielfach gezeigt, dass es zu guten Ergebnissen führt, wenn man sich austauscht und die Beteiligten zueinander finden. „Alles, was Impfstoff schnell an die Menschen bringt, ist nach wie vor gut“, so Roland Bernhard.

„Die 50 Prozent sind gut, aber wir wollen zügig die für die Jahresmitte eigentlich angepeilten 60 Prozent erreichen und längerfristig eine Herdenimmunität erreichen.“ Deshalb richtet Landrat Bernhard abschließend einen dringenden Appell an alle, die noch keine Impfung haben. „Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden und denken, nur weil Corona aktuell etwas in den Hintergrund rückt, braucht man die Impfung nicht mehr. Die steigenden Fallzahlen mit der Delta-Variante und die Erfahrungen aus dem letzten Jahr mit Reiserückkehrern nach der Urlaubszeit sollten uns klar machen, dass es nicht die Zeit für Impfmüdigkeit ist.“

Landrat Bernhard appelliert deshalb, sich impfen zu lassen. Und auch unbedingt jeweils die Zweitimpfung abzuholen. Das Impfangebot steige aktuell wieder – und damit auch die Möglichkeit, sich einen Termin zu vereinbaren.