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Die SPD-Abgeordnete lässt nicht locker

Kreis Böblingen: Jasmina Hostert kämpft für das Frauenhaus

Im Schnitt in jeder Stunde des Tages werden mehr als 14 Frauen Opfer von Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner.
Von Peter Maier
Jasmina Hostert setzte sich für ein Frauenhaus im Kreis Böblingen ein. Bild: Ebinger

Jasmina Hostert setzte sich für ein Frauenhaus im Kreis Böblingen ein. Bild: Ebinger

Kreis Böblingen. Fast jeden Tag versucht ein Mann, seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. Das „Lagebild Häusliche Gewalt“ offenbart erschreckende Zahlen. „Insbesondere im Bereich der Partnerschaftsgewalt erleben wir einen enormen Anstieg, der in Baden-Württemberg mit 13,1 Prozent sogar noch deutlich über dem Bundesschnitt von 9,1 Prozent liegt“, zeigt sich die Bundestagsabgeordnete Jasmina Hostert erschüttert.

Nicht nur Frauen sind von häuslicher Gewalt betroffen, aber mit über 70 Prozent stellen sie dennoch den überwiegenden Teil der Opfer dar. Knapp die Hälfte der Gewalt findet im eigenen Haushalt statt. Besonders Frauen brauchen also eine Flucht- und Ausweichmöglichkeit, um dieser Gewalt entkommen zu können.

Genau deshalb sei es so wichtig, Schutzräume für Frauen zu schaffen und eine flächendeckende Abdeckung mit Frauenhäusern zu schaffen, so Hostert. „Das Böblinger Frauenhaus hat auf allen Ebenen höchste Priorität“, sagte sie nach zahlreichen Gesprächen in Berlin, dem Landratsamt und der für die Finanzierung neuer Frauenhäuser zuständigen Landesebene.

Hostert hatte sich bereits in den vergangenen Monaten kontinuierlich beim Bundesministerium für das Böblinger Projekt eingesetzt. „Die Ministerin hat bei der Vorstellung des Lageberichts bekräftigt, dass die Lücken im Netz der Frauenhäuser und Beratungsstellen geschlossen werden sollen. Das begrüße ich ausdrücklich und erwarte ein klares und zügiges Zeichen hinsichtlich der Finanzierung“, so Hostert. „Es ist wichtig, dass die grün-geführten Häuser in Land und Bund schnell zu einer Lösung kommen.“ Niemand ließen diese Zahlen kalt, fuhr die Abgeordnete fort, und der Bericht sei eine Mahnung zu handeln. „Ich bin sicher, dass wir im Landkreis mit Hilfe von Land und Bund einen wichtigen Schritt in Richtung der Sicherheit von Frauen gehen können und gehen müssen“, fügte die Bundestagsabgeordnete hinzu.