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Kreis Böblingen: Kreisweites Kinder- und Jugendtheater-Festival

„Lachen nicht vergessen“

In der Waldenbucher Oskar-Schwenk-Schule haben Kreisjugendreferat und Kreisjugendring den Auftakt der 23. Auflage des kreisweiten Kinder- und Jugendtheaterfestivals gefeiert. An vier Tagen finden in Kindergärten und Schulen von 20 Kommunen des Landkreises Böblingen 55 Theaterveranstaltungen statt.
Von unserem Mitarbeiter Matthias Staber
Stefan Becker aus Kassel präsentiert das Stück Metamorphosen, in dem Ovids Mythologie aus der Sicht eines Putzmanns auf die Bühne kommt. Bild: Staber

Stefan Becker aus Kassel präsentiert das Stück Metamorphosen, in dem Ovids Mythologie aus der Sicht eines Putzmanns auf die Bühne kommt. Bild: Staber

Federführend zeichnet Beate Renninger, die im letzten Jahr das Kreisjugendreferat von Oliver Hockl übernommen hatte, für die Organisation des kreisweiten Kinder- und Jugendtheaterfestivals verantwortlich. Als Kooperationspartner fungiert der Kreisjugendring mit Geschäftsführerin Katrin Monauni.

„Theater kann sehr viel“, sagt Katrin Monauni: „Nicht umsonst heißt das Motto des Theaterfestivals ‚starke Stücke, starke Kinder‘.“ Indem Theater vielfältige Themen aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen aufgreife, könne es eine wichtige pädagogische Rolle spielen, so Monauni: „Das Theater kann möglicherweise bei Fragen helfen, die den persönlichen Lebensweg betreffen.“ Denn auf der Bühne gehe es um persönliche Erfahrungen, um Emotionen, Ängste und Schulstress genauso wie um Liebe.

Sieben verschiedene Stücke für verschiedene Altersstufen ab drei Jahren bietet das kreisweite Kinder- und Jugendtheaterfestival in diesem Jahr an. Kooperationspartner vor Ort sind die 20 teilnehmenden Kreiskommunen und dort die Kindergärten und Schulen. Öffentliche Aufführungen gibt es nicht. Teil des Konzepts ist die theaterpädagogische Vor- und Nachbereitung der präsentierten Theaterstücke.

Jedes Jahr setzt das Festival einen anderen Schwerpunkt. So bildeten in den vergangenen Jahren Themen wie Mobbing, sexualisierte Gewalt, deutsche Geschichte oder Essstörungen den Fokus, oder spezielle Theatertechniken wie Pantomime. In diesem Jahr geht es um Zeit und Zeiterfahrung.

Genauso wie Alltagsthemen aufgreifen könne Theater „Dinge hervorheben, die nicht alltäglich sind“, sagt der Leiter der Oskar-Schwenk-Schule, Jan Stark. Ein wichtiger Aspekt des Theaters sei es außerdem, „das Lachen nicht zu vergessen“, so Stark.

„Nichts bringt Menschen stärker zueinander als Sport und Kultur“, sagt der Filialleiter der Waldenbucher Kreissparkasse, Jürgen Schwab: „Deswegen unterstützt die Kreissparkasse das Kinder- und Jugendtheaterfestival seit 23 Jahren.“

Auch Waldenbuchs Bürgermeister Michael Lutz und der Sozialdezernent des Landkreises Böblingen, Alfred Schmid, gratulierten zum Auftakt des Festivals.

Info

Weitere Informationen unter der Adresse www.theater-im-kreis.de im Internet.