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Die Polizei warnt

Leonberg: Hoher Schaden nach Schockanruf

Ein 85-Jähriger aus Leonberg übergab Schmuck und Wertsachen in fünfstelligem Wert.

Von Emma Wagner
Symbolbild: Rentner geraten häufig ins Visier der Kriminellen.

Symbolbild: Rentner geraten häufig ins Visier der Kriminellen.

Bild: Ingo Bartussek

Leonberg. Ein 85-jähriger Mann aus Leonberg fiel am Donnerstag, 17. Juni, unbekannten Betrügern zum Opfer, die mit einem sogenannten Schockanruf Schmuck und Wertsachen in fünfstelligem Wert erbeuteten.

Ein unbekannter Anrufer gab sich mit weinerlicher Stimme als Sohn des 85-Jährigen aus und übergab das Wort an einen angeblichen Mitarbeiter eines Gerichts. Dieser erklärte, der Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und müsse in Untersuchungshaft, wenn nicht eine Kaution hinterlegt werde. Der Senior schenkte den Betrügern Glauben und bot Schmuck und Wertsachen als Kaution für den vermeintlichen Sohn an. Absprachegemäß kam kurz darauf eine unbekannte Frau zu dem 85-Jährigen und nahm die Wertsachen entgegen.

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg warnt erneut vor den Machenschaften solcher Telefonbetrüger, die versuchen, ihre Opfer unter Vortäuschung falscher Tatsachen unter Druck zu setzen und so Bargeld, Schmuck oder Wertsachen zu erbeuten. So unterschiedlich die Vorgehensweisen sein mögen, in allen Fällen gilt: "Leisten Sie keine Zahlungen und geben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder Wertsachen an fremde Personen heraus. Polizei, Staatsanwaltschaften oder Gerichte werden Sie niemals telefonisch dazu auffordern, weder als angebliche Kaution noch zur Sicherung gegen Einbruch oder Diebstahl", heißt es in der Pressemitteilung. "Lassen Sie sich am Telefon nie unter Druck setzen. Beenden Sie im Zweifelsfall das Telefonat und kontaktieren Sie Angehörige oder die echte Polizei, um Sachverhalte überprüfen zu können. Wählen Sie hierzu die Telefonnummern immer selbst und lassen Sie sich nicht verbinden."

 Weitere Informationen und Tipps zum Thema Schockanrufe erhalten Sie bei jeder Polizeidienststelle oder im Internet unter https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/telefonbetrug-durch-schockanrufe/.