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Eröffnungen am Donnerstag, 22. September

Madeleine Frey verabschiedet sich mit Dreifach-Vernissage von der Galerie der Stadt Sindelfingen

Die Tage von Madeleine Frey als Leiterin der städtischen Galerie sind gezählt. Im Oktober tritt sie ihre neue Stelle als Leiterin des Max-Ernst-Museums in Brühl bei Köln an. Zuvor aber eröffnet sie ihre letzten Ausstellungen in der Galerie im Marktplatz.
Von Bernd Heiden
Sophie Innmann an ihrem Bild aus der Performance „selfie“. Auch das ist in der Ausstellung „What I like“ zu sehen. Bild: Heiden

Sophie Innmann an ihrem Bild aus der Performance „selfie“. Auch das ist in der Ausstellung „What I like“ zu sehen. Bild: Heiden

Sindelfingen. Im Ausstellungsraum Schaufenster Junge Kunst zeigt die junge Stuttgarterin ihre Installation „maeme“, die mit einer Wandzeichnung über Faltbilder bis zu einer Pop-Up-Loop-Skulptur Aspekte von Raum, Museumsarchitektur, Bild und Musik verbindet und gleichzeitig entgrenzt. Die studierte Musikerin wird zur Vernissage eine Performance machen.

Das Kabinett Lütze ist als Kabinett Jäkel Schauplatz für die Ausstellung „Im Konzertsaal“ mit Zeichnungen, die Musikerinnen und Musikern zeigen aus dem Jäkel-Nachlass. Die Hauptausstellung „What I like!“ in den Obergeschossen und im Oktogon präsentiert rund 75 Arbeiten aus der städtischen Sammlung, zu der auch die Sammlung Lütze zählt. Für diese große Abschiedsschau hat die scheidende Leiterin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Galerie, der Stadtverwaltung und Kunstschaffende eingeladen, ein Kunstwerk aus dem Sammlungsbestand auszuwählen.

An diesem demokratischen Kuratierungsverfahren haben sich 32 von 60 Angesprochenen beteiligt. Das nun zu sehende Kunstspektrum ist immens, reicht von realistischer Landschaftsmalerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis zur interaktiven Klangplastik eines Peter Vogel oder auch dem Bild, besser dem Performance-Relikt „selfie“ von Sophie Innmann.

Passend zur demokratischen Kuratierung wurden zeitgenössische Kunstschaffende wie Antonia Low und Martin Bruno Schmid eingeladen, die sich in ihren Arbeiten mit Fragen von Hierarchie und Demokratisierung in der Kunst beschäftigen.

Der Konzeptkünstler Jov T. Keisar hat für die Ausstellung eine Kunstwahl arrangiert, bei der Besucher per Wahlzettel ihr Votum unter vier verschiedenen Kunstköpfen, die vage auch politische Einstellungen repräsentieren, abgeben können. Auch Jov T. Keisar hat sich zur Vernissage mit einer Performance angekündigt.

Eröffnung der Ausstellungen "What I like", "maeme Eröffnung der Ausstellungen "What I like", " " und "Im Konzertsaal" am Donnerstag, 22. September, 19 Uhr. Die Ausstellungen laufen bis zum 10. April 2023.