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Der Kommentar

Mirabella ist nicht irgendein Dorf

Sizilien ist ein Stück Sindelfinger Geschichte

Sindelfingen/Sizilien. Wie soll einer objektiv bleiben, der sein Herz verloren hat?
Wenn der OB nach Mirabella fährt, besucht er die heimliche Partnerstadt Sindelfingens. Aus Gastarbeitern von einst und deren Kindern sind längst dicke Kumpels geworden, mit denen man Doppelpässe spielt und die Tafel teilt. Arancini sind schmackhafte Beweise in Reisbällchenform, dass Liebe durch den Magen geht und keine Grenzen kennt.
Zum Glück stieg ich einst selbst am Floschenstadion ein, um mit dem Pontbus nach Sizilien zu fahren. Dieser glutheiße Fußballplatz aus tiefem Sand steckt gefühlt noch immer in den Knochen. Es war so etwas wie der Gegenbesuch bei Freunden, die nicht nur auf Kurzbesuch kamen, sondern Familie geworden sind. Sizilien ist nicht irgendeine Insel, Mirabella nicht irgendein Dorf, beides ist ein gutes Stück Sindelfingen. Grazie!

Zu den Bildern: Urlaub in Italien, mit dem Trainer, 85: Sindelfinges C-Jugend spielt ein Freundschaftsspiel auf dem Sandplatz in Mirabella. Tore fallen keine. Der Pontbus wurde zum Mannschaftsbus und die Fahrt dauerte fast einen ganzen Tag. Domenico Vicaris Eltern hatten den VfL in die alte Heimat nach Licata eingeladen. "Dome" war ein Flügelstürmer aus dem Bilderbuch. Die Bilder schickte Dirk Haizmann an die Redaktion. Er hielt als Innenverteidiger den Laden dicht, sein Vater war Trainer, die Mutter Jugendleiterin.

Hier geht es zum Artikel "Mirabella Imbaccari bleibt für viele Sindelfinger Heimat"

juergen.wegner@szbz.de