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Böblingen: Beim Streitthema ist nun der hiesige Kommandeur Jason W. Condrey Ansprechpartner der US Army

Positive Entwicklung in Sachen Schießlärm

Die US Army Garrison Stuttgart und die Stadt Böblingen haben im Zuge des Kommandowechsels von Colonel Neal A. Corson zu Colonel Jason W. Condrey eine neue Vorgehensweise in Sachen Schießlärm vereinbart. Die US Army Garrison Stuttgart ist nun für die Arbeitsgruppe Schießlärm und das Projekt Lärmminderung zentraler Ansprechpartner seitens der US-Armee.
Von unserem Mitarbeiter 
Peter Maier

Der ehemalige Kommandeur Corson und Böblingens Oberbürgermeister Stefan Belz haben zudem eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Darin bekennen sich beide Seiten zur Finanzierung der baulichen Maßnahmen zum Lärmschutz für die Schießbahnen 4 und 5 und verpflichten sich zu einer Teilung der Kosten.

Die U.S. Army ist dabei, die finanziellen Mittel für die entstehenden Mehrkosten zu sichern. Für die Stadt Böblingen bleibt es, wie vom Gemeinderat beschlossen, bei einer Kostenübernahme von maximal 300.000 Euro. Der vorgesehene Zeitplan der Baumaßnahmen soll eingehalten werden.

Gemäß den Bedingungen, die bei dem Treffen im April 2018 in Berlin zwischen OB Belz, den Bundestagsabgeordneten Marc Biadacz und Florian Toncar, dem Bundesverteidigungsministerium und der US Army vereinbart wurden, haben die Spezialeinheiten in Stuttgart in der Zwischenzeit das hoch-intensive Schießtraining um mindestens ein Drittel reduziert. Dazu wurden vier von fünf sehr lauten und intensiven Schieß- und Trainingseinheiten von der Schießanlage in der Panzerkaserne auf andere Trainingseinrichtungen verlegt.

Weniger Schießübungen

Die US Army verstärkt laut Pressemitteilung zudem ihre Anstrengungen, lärmintensive Schießübungen zu reduzieren. Dazu gehören etwa die Verlegung von lärmintensiver Schießübungen von den Schießbahnen 4 und 5 auf andere, weniger nächtliche Schießübungen und keine Schießübungen an Wochenenden. Ein vollständiger Verzicht auf die Nutzung der Schießbahnen 4 und 5 sei indes nicht möglich.

„Wir sind froh, dass diese Vereinbarung zustande gekommen ist und die U.S. Army sich ihrerseits um die Finanzierung der Mehrkosten kümmert. In Verbindung mit dem Zuständigkeitswechsel für den Schießstand zur hiesigen U.S.-Standortverwaltung und den geplanten Maßnahmen sind das sehr positive Nachrichten. Wir sind zuversichtlich, damit weiter gut und konstruktiv voranzukommen in dieser Angelegenheit“, erklärt Belz.

Auch der neue Standortkommandeur Jason W. Condrey, betont: „Mir ist dieses Thema sehr wichtig und daher habe ich mich gleich nach Übernahme des Kommandos damit befasst. Wir verstehen den Unmut der Betroffenen und wollen und werden unseren Beitrag zur Verbesserung leisten – im Sinne einer guten Nachbarschaft.“

Condreys großes Engagement für die gemeinsame Arbeit in dieser Angelegenheit belegt auch, dass er schon innerhalb der ersten Woche seines Kommandos eine Sitzung der Arbeitsgruppe Schießlärm einberufen hat. Daran beteiligt sind nach wie vor nicht nur die U.S. Army und die betroffenen Städte Böblingen und Schönaich, sondern auch weitere relevante Stellen und Spezialisten wie Immissionsschutzexperten der Bundeswehr, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und das Staatliche Hochbauamt.