Rainhard Riede knackt in Sindelfingen den Weltrekord
Splashdiving. 41 Stufen hinauf, abspringen, mit einer Arschbombe ins Wasser, aus dem Becken klettern und wieder von vorne. Was am Freitagabend im Sindelfinger Freibad begann, endete 24 Stunden später mit einem Weltrekord: Rainhard Riede absolvierte innerhalb eines Tages 567 Sprünge vom Zehn-Meter-Turm.
Damit übertraf der 32-Jährige sein angepeiltes Ziel deutlich. Mehr als 450 Arschbomben sollten es werden, am Ende standen sogar 567 zu Buche. Bereits zum Auftakt am Freitagabend hatte sich angedeutet, dass Riede ein hohes Tempo anschlagen würde. Nach rund anderthalb Stunden hatte er etwa 50 Sprünge absolviert. Nur zwei kurze Pausen von wenigen Minuten gönnte er sich in dieser Phase, um etwas zu trinken, zu essen und durchzuschnaufen.
Bestmarke um 117 Sprünge überboten
Zu diesem Zeitpunkt lagen allerdings noch mehr als 22 Stunden vor ihm. Vor allem die Nacht sollte zur Belastungsprobe werden. Schlafmangel, schwere Beine vom ständigen Treppensteigen und die nachlassende Konzentration machen einen solchen Sprungmarathon zu weit mehr als einer Aneinanderreihung von Arschbomben.
Riede hielt durch. Und er legte am Ende sogar deutlich mehr Sprünge hin als für sein ursprüngliches Ziel notwendig gewesen wären. Mit 567 Versuchen übertraf er die Marke von 450 um 117 Sprünge.
Für Riede ist Sindelfingen damit einmal mehr ein besonderes Pflaster. Der vierfache Splashdiving-Weltmeister aus dem bayerischen Waldkraiburg war bereits mehrfach bei Veranstaltungen der Sindelfinger Crew zu Gast. Vor zwei Jahren hatte er im Freibad mit einem Sprung aus 43 Metern Höhe für Aufsehen gesorgt.
Im Oktober ist die Sindelfinger Crew dran
Mit Riedes Rekord ist die Jagd nach Bestmarken im Badezentrum allerdings noch nicht beendet. Schon am 16. und 17. Oktober steht die nächste 24-Stunden-Aktion an. Und die besitzt aus Sindelfinger Sicht einen besonderen Stellenwert: Dieses Mal geht nicht ein einzelner Gaststarter auf Rekordjagd, sondern die Splashdiving Crew Sindelfingen selbst.
Die Aufgabe ist nicht weniger anspruchsvoll. Vom Fünf-Meter-Turm wollen die Sindelfinger innerhalb von 24 Stunden die Marke von 5000 Sprüngen knacken. Wie schwer das wird, hat die Mannschaft bereits erfahren. Im Juli unternahm sie beim Partnerverein in Pfaffenhofen einen ersten Versuch. Nach 4242 Sprüngen war Schluss. Mit zunehmender Dauer ließen Kondition und Konzentration nach. Crew-Leiter Christian Carli räumte anschließend zudem ein, dass die Mannschaft taktisch nicht optimal eingestellt gewesen sei.
Nun folgt der zweite Anlauf vor heimischer Kulisse. Diesmal findet die Rekordjagd im Sindelfinger Hallenbad statt. Das Badezentrum hat die Veranstaltung für Freitag und Samstag, 16. und 17. Oktober, angekündigt. Zuschauer können den Versuch verfolgen und die Sindelfinger Springer unterstützen.
Badezentrum bleibt während Wettkampf geöffnet
Das Sprungbecken und der Sprungturm werden dafür ab Freitag, 17 Uhr, bis Samstag, 20 Uhr, für den öffentlichen Badebetrieb gesperrt. Die übrigen Bereiche des Hallenbads bleiben zu den regulären Öffnungszeiten nutzbar.
Den ersten Weltrekord dieses Sindelfinger Splashdiving-Herbstes hat Rainhard Riede nun vorgelegt. In knapp vier Wochen liegt es an der heimischen Crew, nachzuziehen.

Neue Marktplatzhälfte soll im Frühjahr eröffnen

„Ein Pfund für Holzgerlingen“: Kinderarztpraxis weiht neue Räume ein

Wasser ist keine beliebige Ware


























































Zurück
Nach oben