

Kreis Böblingen. Wie lassen sich regionale Rest- und Nebenströme sinnvoll nutzen und in nachhaltige Wertschöpfung überführen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Projekt „KIRBE – KI-basierte regionale Bioökonomiekonzepte für den ländlichen Raum“, das vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg gefördert wird. Im Fokus steht zunächst der Landkreis Böblingen, die gewonnenen Erkenntnisse sollen perspektivisch aber auch auf andere Regionen übertragbar sein. Koordiniert wird das Projekt von der Zentrum für Digitalisierung Landkreis Böblingen – ZD.BB GmbH in Zusammenarbeit mit dem Herman Hollerith Lehr- und Forschungszentrum (HHZ) der Hochschule Reutlingen.
Beim ersten Bioökonomie-Innovationsforum in Böblingen kamen Unternehmen sowie Akteure aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Bioökonomie, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um sich über Chancen, Herausforderungen und konkrete Ansätze regionaler Bioökonomie auszutauschen. Ziel war es, bestehende Stoffströme sichtbar zu machen, neue Nutzungsperspektiven zu entwickeln und den branchenübergreifenden Dialog zu stärken.
Im Mittelpunkt des Projekts KIRBE stehen regionale Rohstoffe und Nebenströme – etwa aus Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung oder Holz- und Forstwirtschaft – sowie deren wirtschaftlich tragfähige und nachhaltige Nutzung. Digitale Werkzeuge und datenbasierte Analysen helfen dabei, regionale Potenziale zu identifizieren und neue Wertschöpfungsketten zu entwickeln.
„Das Innovationsforum ist bewusst als offenes Austauschformat angelegt“, erläuterte Verena Seeburger, Projektleiterin bei der ZD.BB GmbH. „Die Teilnehmenden können ihre Perspektiven einbringen, Erfahrungen teilen und mögliche Ansätze für zukünftige Kooperationen diskutieren.“
Impulsvorträge kamen unter anderem von Dr. Annette Weidtmann (Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg) zur Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie“ und aktuellen Fördermöglichkeiten sowie von Dr. Sarah Übele (forewood GmbH) zum Thema naturfaserbasierte Biomaterialien für eine klimafreundliche Verpackungsindustrie. Dr. Markus Götz (FRENVI GmbH) beleuchtete die Rolle der Bioökonomie als verbindendes Element zwischen verschiedenen Branchen.
Mit dem Bioökonomie-Innovationsforum trägt das Projekt KIRBE dazu bei, regionale Akteure zu vernetzen, Wissen sichtbar zu machen und Impulse für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaft im ländlichen Raum zu setzen.
Info: Das Zentrum Digitalisierung Region Stuttgart (ZD.BB) ist die zentrale Anlaufstelle für Unternehmen und Startups aus dem Landkreis Böblingen und der Region Stuttgart zu allen Fragen der Digitalisierung. Als regionaler Digital Hub – gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg und den Landkreis Böblingen – unterstützt das ZD.BB insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der digitalen Transformation, dem Aufbau digitaler Geschäftsmodelle und der Entwicklung einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur.
Weitere Informationen gibt es hier: hhz.de



