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Mercedes-Benz

Seit 30 Jahren im Dienst der Sicherheit

Vom C 36 AMG zum GT Black Series: Drei Jahrzehnte Safety Car in der Formel 1.
Von unserer Redaktion
Seit inzwischen 26 Jahren übernimmt Bernd Mayländer die Aufgabe, das Fahrerfeld in kritischen Situationen anzuführen.

Seit inzwischen 26 Jahren übernimmt Bernd Mayländer die Aufgabe, das Fahrerfeld in kritischen Situationen anzuführen.

Bild: z

Affalterbach. Mit dem Großen Preis von Frankreich am 30. Juni 1996 begann für Mercedes-Benz eine bis heute andauernde Zusammenarbeit mit der Formel 1. Auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours feierte der Mercedes-Benz C 36 AMG sein Debüt als offizielles FIA Formula One Safety Car. Aus einer kurzfristigen Lösung entwickelte sich eine Partnerschaft, die inzwischen drei Jahrzehnte umfasst. Bis heute kamen 13 verschiedene Mercedes-Benz- und Mercedes-AMG-Modelle bei mehr als 500 Grands Prix als Safety Car zum Einsatz. Auch das offizielle FIA Formula One Medical Car wird seit 1996 von der Marke mit dem Stern gestellt.

Fester Bestandteil

Safety- und Medical Cars gehören seit 1993 zum festen Bestandteil des Formel-1-Betriebs. Nachdem zunächst verschiedene Hersteller diese Aufgabe übernommen hatten, entschied sich die Rennserie zur Saison 1996 für ein einheitliches Fahrzeug. Der damalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone wandte sich an den damaligen Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug mit dem Auftrag, ein Safety Car bereitzustellen, das den gestiegenen Anforderungen an Sicherheit und Leistung gerecht wird.

Die Lösung folgte bereits drei Rennen später beim Grand Prix von Frankreich. Zum Einsatz kam ein Mercedes-Benz C 36 AMG, der ursprünglich das Privatfahrzeug des damaligen DTM-Piloten Bernd Mayländer war. Wegen der kurzfristigen Umsetzung wurden in der ersten Saison zudem weitere Mercedes-Benz-Modelle eingesetzt, die von den jeweiligen Landesgesellschaften bereitgestellt wurden.

Ab 1997 plante Mercedes-Benz zunächst den Einsatz von zwei CLK 320. Norbert Haug setzte sich jedoch für den leistungsstärkeren CLK 55 AMG ein. Das Modell blieb drei Jahre lang offizielles Safety Car und wurde ab 1999 auch als Serienfahrzeug angeboten.

Erste Erfahrungen in der Formel 3000

Für Kontinuität sorgte wenig später auch die Besetzung des Fahrerplatzes. Der damalige Formel-1-Renndirektor Charlie Whiting sprach Bernd Mayländer im Mai 1999 auf die Aufgabe als offizieller Safety-Car-Fahrer an. Mayländer sagte zu und sammelte zunächst Erfahrungen in der Formel 3000. Sein erstes Formel-1-Rennen absolvierte er beim Großen Preis von Australien 2000 am Steuer eines Mercedes-Benz CL 55 AMG mit 350 PS.

Seit inzwischen 26 Jahren übernimmt Mayländer die Aufgabe, das Fahrerfeld in kritischen Situationen anzuführen. Nach einem Einsatzbefehl fährt er innerhalb weniger Sekunden auf die Strecke, setzt sich vor das Feld und sorgt für eine Neutralisierung des Rennens. Dabei stimmt er sein Tempo mit der Rennleitung ab. Es muss niedrig genug sein, um die Sicherheit zu gewährleisten, zugleich aber hoch genug bleiben, damit die Formel-1-Fahrzeuge ihre Reifen, Bremsen und Antriebskomponenten im erforderlichen Temperaturbereich halten können.

Kontinuierlich weiterentwickelt

Parallel zur Entwicklung der Formel 1 wurden auch die Safety Cars kontinuierlich weiterentwickelt. Aerodynamik, Kommunikationstechnik, Lichtsysteme und Sicherheitsausstattung wurden in den vergangenen 30 Jahren den steigenden Anforderungen angepasst. Trotz tausender Einsatzrunden unter unterschiedlichsten Bedingungen blieb die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge nach Angaben von Mercedes-Benz jederzeit gewährleistet.

Mit dem Mercedes-Benz SLS AMG kam 2010 erstmals ein vollständig in Affalterbach entwickeltes Serienfahrzeug als offizielles FIA Formula One Safety Car zum Einsatz. Seit 2022 übernimmt diese Aufgabe der Mercedes-AMG GT Black Series mit einer Leistung von 730 PS.

Auch nach drei Jahrzehnten hat sich der Kernauftrag des Safety Cars nicht verändert: Es soll in kritischen Rennsituationen für Sicherheit sorgen und einen geordneten Rennablauf ermöglichen. Gemeinsam mit dem offiziellen Medical Car bleibt es damit ein zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzepts der Formel 1.