

Sindelfingen. Die FDP-Fraktion im Sindelfinger Gemeinderat hat die Stadtverwaltung mit der Einführung einer „Sindelfinger Ehrenamtskarte" beauftragt.
Mit der Ehrenamtskarte sollen ehrenamtlich tätige Sindelfinger Bürger nach Vorstellung der Liberalen in den Genuss von Vorteilen bei städtischen Veranstaltungen und Einrichtungen wie etwa eine ermäßigte Eintrittsgebühr für das Badezentrum, reduzierte Tickets für Kulturveranstaltungen oder Vorzüge im Zusammenhang mit dem Stadtgutschein kommen.
Die Freien Demokraten sehen das ehrenamtliche Engagement der Sindelfinger als tragende Säule der Stadtgesellschaft, das ein Zeichen der Wertschätzung verdient. Darüber hinaus wirke eine solche Ehrenamtskarte als zusätzlicher Anreiz für Engagement in Sindelfinger Vereinen und Organisationen.
Der Vorsitzende des FDP-Stadtverbands, Stadtrat Maximilian Reinhardt (Bild: z), begründet den Antrag: „Egal ob im Sport, in der Kultur, im Sozialbereich oder bei den Blaulichtorganisationen - das freiwillige Engagement unserer Bürger und Bürgerinnen ist von unfassbarem Wert. Das wollen wir anständig honorieren und gleichzeitig Anreize für bislang noch nicht ehrenamtlich Tätige schaffen. Diesen Antrag haben wir also in erster Linie für alle Sindelfinger verfasst, die sich dazu entschieden haben oder entscheiden, etwas anzupacken und unser Gemeinwesen zu bereichern.”
Das Land Baden-Württemberg erprobt seit diesem Frühjahr mit Unterstützung des Städtetags und der kommunalen Landesverbände eine Ehrenamtskarte als Modellversuch, an dem sich auch Sindelfingen beteiligen könnte, so die Sindelfinger FDP. Durch den Einstieg in die geordnete Struktur des Landesprogramms könnte eine Ehrenamtskarte möglicherweise mit weniger Belastungen für den städtischen Haushalt realisiert werden als bei einer Umsetzung in Eigenregie.
Die FDP-Fraktion schlägt daher vor, sowohl einen Einstieg in das Landesprogramm als auch eine Umsetzung in städtischer Eigenregie unter Gesichtspunkten von Kosten und Umsetzungsgeschwindigkeit zu untersuchen.




