

Sindelfingen. Seit über zwei Monaten konnten Flüchtlinge aus der Ukraine sich dank der Initiative „Helfen statt hamstern“ mit dem nötigsten für ihr neues Leben versorgen. Am 3. Juni schließen sich die Türen der von „Helfen statt hamstern“ initiierten und betriebenen Erstausstattungsboutique in der Klosterseehalle. „Ich freue mich, dass wir den Bedarf der Tausenden Geflüchteten decken konnten, für die wir in den vergangenen zwei Monaten mit unserem Erstausstattungsangebot sechs Tage pro Woche da sein durften“, so Max Reinhardt, Vorsitzender des Leitungsteams.
Während in Höchstzeiten täglich 500 Flüchtlinge aus der Ukraine in der Halle mit Kleidung, Haushaltsgeräten, Spielsachen und sogar Möbeln versorgt wurden, zeigte sich in den letzten Wochen ein deutlicher Rückgang des Bedarfs. Zudem beschloss die Bundesregierung, dass ukrainische Geflüchtete ab dem 1. Juni eine Grundsicherung erhalten. Die Erstausstattungsboutique wird damit nicht mehr benötigt.
Alle Menschen, die in den letzten Wochen ihre Schränke geräumt haben und auch in den letzten Tagen noch Kleidung und andere Spenden in die Klosterseehalle gebracht haben, können sicher sein, dass diese über andere Organisationen an Bedürftige verteilt werden. „Allen Spendern gebührt ein großes und warmherziges Dankeschön.“
Geldspenden weiter willkommen
Doch die Arbeit der Initiative „Helfen statt Hamstern“ ist damit nicht zu Ende. Noch sind viele Menschen in der Ukraine in einer unsicheren Lebenssituation und es besteht ein hoher Bedarf an haltbaren Lebensmitteln, medizinischen Gütern und Erste Hilfe Materialien. „Wir freuen uns deshalb über jede Geldspende, die für den Kauf dieser dringend benötigen Güter verwendet werden“, so Kay Kutzer, der bei „Helfen statt hamstern“ für den Einkauf verantwortlich ist.
Auch suchen noch viele Flüchtlinge nach Wohnungen. Über eine gemeinsam mit der Stadtverwaltung entwickelten Plattform können unter https://welcome.helfen-statt-hamstern.de/ private Wohnraumangebote veröffentlicht werden
„Die Schließung der Erstausstattungsboutique und Sachspendenannahme ist auch eine gute Gelegenheit einmal allen unermüdlich tätigen Ehrenamtlichen zu danken, die überall wo Bedarf war, anpackten und für ein Lächeln in der Halle sorgten“, so die Initiative in einer Pressemitteilung.
Die Sindelfinger Initiative „Helfen statt hamstern“ wurde 2020 als Corona-Nachbarschaftshilfe gegründet und startete bei Kriegsbeginn in der Ukraine eine Sammelaktion für Sachspenden in der Klosterseehalle in Sindelfingen.
Die gesammelten Hilfsgüter werden mit Lastwagen in Grenzgebiete Polens (insbesondere in die Partnerstadt von Sindelfingen Chelm) Rumäniens und Moldawiens gebracht, von wo sie in die Ukraine geliefert werden. Zudem stehen die Hilfsgüter auch in Flüchtlingsunterkünften zur Versorgung der vielen Geflüchteten zur Verfügung.




