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Im Odeon der SMTT

Sindelfingen: Stehender Applaus beim Herbstkonzert

Akkordeonorchester des Harmonika Club Sindelfingen und des Harmonika Spielring Böblingen
Von Peter Maier

Sindelfingen. Mit einem Konzert begeisterten die Akkordeonorchester des Harmonika Club Sindelfingen und des Harmonika Spielring Böblingen das Publikum. Nach der langen Konzertpause wegen Corona verfolgten zahlreiche Gäste im Odeon der SMTT das abwechslungsreiche Programm von Filmmusik über Evergreens, populärer Klassik bis Tango und Swing.

Den ersten Teil gestaltete der HCS unter der Leitung von Andrej Mouline. Es begann mit der „Discovery Fantasy“, Variationen der Erkennungsmelodie einer bekannten niederländischen Fernsehsendung. Nach dem Popsong „A Night like this“, ein Hit der ebenfalls niederländischen Sängerin Caro Emerald, hatte Jürgen Schwartz, sonst Bassist beim HCS, seinen ersten großen Solo-Auftritt. Er brachte französisches Flair ins Odeon und versetzte das Publikum zu den virtuos gespielten Klängen des französischen Walzers „Reine de Musette“ direkt nach Paris an die Seine. Als Dank erhielt er großen begeisterten Beifall und spielte als Zugabe das Musikstück „I got Rhythm“ von George Gershwin.

Von Pop bis Tango

Danach folgte wieder das Orchester mit der Ballade „Friends Forever“ und dem schwungvollen „Black Bolero“. Beim anschließenden ersten Satz „Palladio“ aus dem Concerto Grosso von Karl Jenkins lauschte das Publikum gebannt. Mit dem Swingstück „Jumpin at the Woodside“ von Count Bassie und der Adaption der Schicksalssymphonie in „The Fifth of Beethoven“ wurde es nochmal schwungvoll. Ganz ohne Zugabe wollte das Publikum nicht in die Pause zu Schinkenhörnchen und Getränken gehen, sodass auch noch der „Original Charleston“ erklang.

Nach der Pause eröffnete das Akkordeonorchester des HSB unter der Leitung von Manuela Glock den zweiten Teil mit dem bekannten Popsong „Quando, quando, quando“. Danach folgten wunderbar dargeboten die beiden Tangostücke „Por una Cabeza“ und „Tango pour Claude“. Das anschließende „Always look at the bright sight of Life“ aus dem bekannten Monty Python Film „das Leben des Brian“ wurde vom Publikum sehr gefeiert. Auch hier wurde das Orchester nicht ohne eine Zugabe von der Bühne gelassen.

Nach einer kurzen Umbaupause verdoppelte sich die Anzahl der Akkordeonspieler und -spielerinnen auf der Bühne, als beide Orchester zusammen auf die Bühne kamen (Bild: z), um zwei gemeinsame Stücke zu präsentieren: „Pretty Woman“, bekannt aus dem gleichnamigen Film, und „Highland Cathedral“, der inoffiziellen schottischen Hymne. Gerade beim letzten Stück kam das doppelte Klangvolumen voll zu Geltung. Das kam beim Publikum gut an und es ließ die Musiker nur nach einer Zugabe von der Bühne. Zur Belohnung gab es lang anhaltenden Applaus und stehenden Applaus.