

Judo. Eine 5:9-Niederlage am Wochenende gegen die Kampfgemeinschaft Aibling-Grafing und der dritte Tabellenplatz - so sieht die Bilanz der VfL-Judoka nach ihrem zweiten Kampftag in der zweiten Judo-Bundesliga Süd aus. Vor den Sindelfingern rangieren das Team des TSV München-Großhadern auf dem ersten und die Kampfgemeinschaft Aibling-Grafing auf dem zweiten Tabellenplatz. Allerdings haben diese beiden Mannschaften bereits drei Kampftage hinter sich, während es die Sindelfinger bislang auf zwei Kampftage gebracht haben. „Es ist also noch alles drin“, bilanziert VfL-Buli-Coach Simon Kristen das Abschneiden seines Teams im bayerischen Grafing. Eines Teams, das sich diesmal fast ausschließlich aus Nachwuchskämpfern aus den eigenen Reihen zusammengesetzt und zudem mit dem Handicap zu kämpfen hatte, in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm diesmal keinen Kämpfer stellen zu können.
In der ersten Begegnung verlor der Sindelfinger Alexander Stromberger gegen den Bayern Ian Störmer, der den Sindelfinger nach zweieinhalb Minuten Kampfzeit sauber auskonterte. Und da der VfL keinen 60-Kilogramm-Kämpfer stellen konnte, ging die nächste Begegnung in der Grafinger Jahn-Sporthalle ebenfalls – diesmal kampflos – an die Gastgeber. Geschlagen geben musste sich Sindelfingens Schwergewichtler, der Ukrainer Sviatoslav Kolomiichuk, der gegen den Grafinger Mohamed-Montassar Rouahi mit einer großen Wertung in Rückstand geriet und diesen nicht mehr aufholen konnte. Dann aber schaffte VfL-Kämpfer Leon Koch (bis 66 Kilogramm) einen Arbeitssieg gegen den Grafinger Mukhamed Takhaev. Anschließend mussten sich Nils Ruhland (bis 100 Kilogramm), Mensur Osmani (bis 81 Kilogramm) und Linus Harsch (bis 90 Kilogramm) ihren jeweiligen Gegnern geschlagen geben, sodass es zum Ende des ersten Durchganges bereits 6:1 für die Gastgeber stand.
Im zweiten Durchgang startete Alexander Stromberger hochkonzentriert gegen den Aiblinger Maalik Heilmann und konnte schon nach knapp zwei Minuten seinen Kampf siegreich mit einem Schulterwurf beenden. Dann aber wieder eine kampflose Niederlage in der vom VfL nicht besetzten Leichtgewichtsklasse, der aber ein Sieg des VfL-Schwergewichtlers Felix Wagner in der Verlängerung gegen den Grafinger Michael Niederdorfer folgte. Leon Koch (bis 66 Kilogramm) und Jurica Markovic (bis 100 Kilogramm) konnten anschließend nicht gegen ihre bayerischen Gegner punkten. Aber das VfL-Team wollte wenigstens für einen guten Abschluss dieses zweiten Durchganges sorgen und schickte in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm das VfL-Eigengewächs Jonathan Schröck und in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm Linus Harsch ins Rennen. Beide gewannen ihre Begegnungen; Jonathan siegte nach drei Minuten Kampfzeit und Linus Harsch brachte seine mit einem Innenschenkel erzielte große Wertung sicher über die Kampfzeit. Endstand damit 9:5 für die bayerischen Gastgeber. Die VfL-Kämpfer stehen an ihrem nächsten Kampftag, dem 9. Mai – dann auf heimischer Matte - gegen den aktuellen Tabellenführer München-Großhadern gegenüber.
