

„Das Ziel ist, die Leute mit dem Leben Jesu bekannt zu machen, und zwar niederschwellig, quasi nebenher beim Spazierengehen. Deshalb sind die Stationen in der Landschaft verteilt“, sagt Pfarrer Traugott Meßner. Es gibt einen kurzen, barrierefreien Weg und einen knapp sechs Kilometer langen. Der Kernweg beginnt am Johannes-Brenz-Gemeindehaus und führt zunächst zur Burg Kalteneck.
Bis dort haben Konfirmanden, Kindergartenkinder, Schüler der Freien Evangelischen Schule Böblingen und die Christliche Versammlung in der Goethestraße die Themen „Wer ist Jesus?“, „Einzug in Jerusalem“, „Wer bin ich?“, „Das Abendmahl“, „Jesus dient mir“ und „Einsam und verlassen“ bearbeitet.
Die nächsten Stationen zurück zum Alten Friedhof handeln von der Verleugnung des Petrus bis zu Jesu Tod. Dazu steht symbolisch in der alten Kapelle ein geschlossener Sarg, den man durch ein Fenster sehen kann. Außen regen auf einer Baumscheibe Fragen über den Tod zum Nachdenken an.
Von dort geht es entweder zurück zum Brenz-Haus oder man hängt den Vertiefungsweg an. Er führt zur Auferstehungskirche der Methodistischen Gemeinde, wo die Künstlerin Petra Täuber-Rall mit einer kürzeren Stele das irdische Leben mit all seinen Schwierigkeiten, Sorgen, Ungerechtigkeiten, Krankheiten und Krieg durch Dornen darstellte. Die hohe Stele gegenüber symbolisiert durch die hellere Farbgebung das ewige Leben nach dem Tod.
Zum Meditieren laden auch Themen, wie „Enttäuschte Hoffnungen“, auf dem „Weg nach Emmaus“ ein. Da hat man dann schon das ganze Gebiet im Norden umrundet. Zurück zur Boslerstraße steht hinter dem Rewe-Markt eine eindrucksvolle Installation: „Es gibt Hoffnung“. Dann führt der Weg über die B 464 nach Hülben, wo ein neun Meter hohes Kreuz am Stadtrand in die Landschaft ragt und an die Kreuzigung erinnert. Bleibt die Frage „Hast du mich lieb?“, die die Kindergartenkinder des Franziska-von-Hohenheim-Hauses stellten, und die Zusage nach der Auferstehung, die das Seelsorgeteam gestaltete. Dann landet man wieder beim evangelischen Gemeindehaus.
An jeder Station regen Bibeltexte und Gebete zum Innehalten an. Es gibt geführte Touren, aber jeder kann das auch allein oder in Gruppen gehen. Der Weg ist ausgeschildert. Während der Osterzeit finden zudem verschiedene Veranstaltungen in der Mauritiuskirche, dem Brenz-Gemeindehaus und sogar ein Abendmahl im Keller von Ofen-Dieterle statt.
Info
Los geht es am Sonntag, 11. März, 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Am 6. April um 18 Uhr schließt der Osterweg für dieses Jahr mit einem Gottesdienst in der Mauritiuskirche.



