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Das Bundeskriminalamt ermittelt

Tieraugen - angeblich aus Sindelfingen

Ukrainische Botschaften erhielten europaweit zweifelhafte Post. Briefbombe in Madrid.
Von Hansjörg Jung
Spanische Sicherheitskräfte vor der ukrainischen Botschaft in Madrid, nachdem eine Briefbombe einen Botschaftangehörigen verletzt hatte. Bild: picture alliance / abaca

Spanische Sicherheitskräfte vor der ukrainischen Botschaft in Madrid, nachdem eine Briefbombe einen Botschaftsangehörigen verletzt hatte. Bild: picture alliance / abaca abaca

Sindelfingen. Dass Tesla bisweilen große Aufmerksamkeit zu Teil wird, dafür sorgen in der Regel die Automarke und ihr Firmenchef und Mitbegründer Elon Musk schon selbst. Doch für die jüngsten Schlagzeilen können weder die Firma noch ihre Sindelfinger Filiale etwas. 31 Päckchen mit zweifelhaftem Inhalt erreichten seit Anfang Dezember ukrainische Botschaften in ganz Europa. Der Inhalt: Tieraugen. Der angebliche Absender: Tesla Sindelfingen.

31 Fälle in 15 Ländern

"Insgesamt haben wir bereits 31 Fälle in 15 Ländern", sagte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba in dieser Woche vor der Presse. Nicht nur deshalb haben die ukrainischen Botschaften ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft: Ende November wurde ein Botschaftsangehöriger in Madrid durch eine Briefbombe leicht am Finger verletzt.

Warum der ominöse Paketversender ausgerechnet Tesla und Sindelfingen als Absender angegeben hat, ist ungewiss. Für die Regierung in Kiew ist die Sache klar: Bei den Paketen handele es sich um eine „geplante Terror- und Einschüchterungskampagne“. Das Bundeskriminalamt ermittelt.