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Im Einzel war sogar das Finale drin

Tischtennis: Annett Kaufmann gewinnt drei Medaillen bei der U19-WM

Annett Kaufmann hat sich von den Jugend-Weltmeisterschaften 2023 in Nova Gorica mit einer großartigen Vorstellung verabschiedet.
Von Peter Maier
Annett Kaufmann war bei der WM in Slowenien eine der besten Spielerinnen. Bild: Holzapfel

Annett Kaufmann war bei der WM in Slowenien eine der besten Spielerinnen. Bild: Holzapfel

Tischtennis. Die 17 Jahre alte Böblingerin leistete im Halbfinale der Altersklasse U19 der Chinesin Kuai Man heftige Gegenwehr, musste der Topfavoritin in dem Duell auf Augenhöhe aber am Ende zu einem hart umkämpften 4:1-Erfolg gratulieren.

Als einer der besten Spielerinnen dieser Titelkämpfe tritt die Gymnasiastin nun mit einem hell glänzenden Bronzemedaillenrang im Einzel sowie zwei zusätzlichen Silbermedaillen im Doppel und im Mixed voller Stolz die Rückreise aus Slowenien an.

Annett Kaufmann, die am Samstag gegen die US-Amerikanerin Sally Moyland die Chance auf ihre erste Einzelmedaille bei einer Weltmeisterschaft in bravouröser Manier nutzte, brachte im Halbfinale auch die an Positon eins gesetzte Chinesin Kuai Man in arge Bedrängnis, die sich anschließend mit einem ungefährdeten 4:0 über die Rumänin Elena Zaharia den Titel sicherte.

Die Bundesligaspielerin der SV Böblingen, die sich 2021 und 2022 mit ihren Titeln in den Altersklassen U15, U19 und U21 schon früh zur Europameisterin aller Nachwuchsklassen aufgeschwungen hatte, adaptierte sich nach einem 0:2-Rückstand mit zunehmenden Matchverlauf immer besser an das hohe Niveau der neuen Weltmeisterin und dominierte in der Folge immer häufiger die sehenswerten, oftmals spektakulären Ballwechsel.

Vier Satzbälle ungenutzt

Nach einer bemerkenswerten Aufholjagd und dem zwischenzeitlichen Anschluss stand die zweifache Mannschafts-Europameisterin der Damen bei vier Satzbällen in Durchgang vier dicht vor dem 2:2-Ausgleich, der am Ende glücklich mit 16:14 an die Favoritin ging.

Im ausgeglichenen fünften Durchgang war Annett Kaufmann wieder die aktivere Spielerin, konnte jedoch auch diesmal zwei Satzbälle zum 2:3-Anschluss nicht nutzen und unterlag der Nummer 19 der Damen-Weltrangliste und U19-Weltmeisterin von 2021 schlussendlich denkbar knapp mit 6:11, 8:11, 11:5, 14:16 und 11:13. Schon an den beiden Tagen zuvor hatte Kuai Main mit ihren jeweiligen Partnern auch im Doppel- und im Mixed-Finale die Titelträume der Böblinger Bundesligaspielerin beendet.