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Gewürze

Vanille: Blumig-würziges Aroma für Süßes und Pikantes

Die Vanille gilt als Königin der Gewürze und zählt nach Safran zu den teuersten Gewürzen der Welt.
Von Emma Wagner

Das sahnige bis blumige Aroma der Vanille gibt süßen Desserts wie Pudding und Panna cotta, Kuchen und Plätzchen das gewisse Etwas. Selbst pikante Gerichte wie Pfannengemüse, Couscous und Risotto lassen sich mit dem Gewürz verfeinern – wenn man es vorsichtig dosiert. Aber auch zu Dampfnudeln, Strudel und Apfelküchle passt eine Vanillesoße gut. Für einen Kakao mit Vanille wird Schokolade klein gehackt. Milch oder eine pflanzliche Alternative in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmt, die Schokolade und etwas gemahlene Vanille hinzugegeben und unter ständigem Rühren aufgelöst.

Wer in der Küche ganze Vanilleschoten verwendet, so werden die Früchte der Pflanze bezeichnet, schneidet sie der Länge nach auf und schabt die winzigen Samen und das Fruchtmark mit einem Messer heraus. Die Schoten eignen sich laut Bundeszentrum für Ernährung auch gut für die Zubereitung von selbstgemachtem Vanillezucker. Dazu werden sie im Ganzen oder klein geschnitten mit Zucker gemischt und in ein kleines Schraubglas gefüllt. Etwa zwei Wochen ziehen lassen und immer wieder gut schütteln. Die Vanille gehört zur botanischen Familie der Orchideengewächse und stammt ursprünglich aus Mexiko. Die wichtigste Art ist die Bourbonvanille, die heutzutage vor allem auf Madagaskar angebaut wird. Die Lianen ranken an Bäumen oder Pfählen empor und bilden blassgelbe Blüten. Sie werden von Hand bestäubt, da außerhalb Mittelamerikas spezifische Bestäuber fehlen. Kurz vor der Reife werden die „Schoten“ geerntet und fermentiert. Erst dann entsteht die braunschwarze Farbe und das typische Aroma.

Im Supermarkt ist echte Vanille als lange Frucht in fest verschlossenen Glasröhrchen oder in Pulverform zu finden. Die aufwändige Erzeugung erklärt die hohen Preise. Hochwertige Schoten sind biegsam und haben feine weiße Kristalle an der Oberfläche. Mehr Infos unter www.bzfe.de.