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Die SZ/BZ-Montagsgrafik

Vom Bund zur Basis: Gigantische Fußballzahlen

Die WM steht vor der Tür, die Profiligen haben längst Feierabend, aber ein paar Amateurmannschaften müssen oder dürfen in der Relegation in die Nachspielzeit. Wie viele Menschen halten es eigentlich mit dem Fußball? Die SZ/BZ-Montagsgrafik gibt zum organisierten Fußball-Sport Antworten.
Grundlage für die Grafik sind Zahlen des DFB und WFV.

Grundlage für die Grafik sind Zahlen des DFB und WFV.

Bild: Bild: z

Kreis Böblingen. Die einen träumen schon vom Mannschaftsausflug an den Ballermann oder zum Plattensee und vergessen dabei hoffentlich nicht die Sonnencreme. Ein paar wenige müssen noch in die Fußball-Relegation, um den Aufstieg klarzumachen oder den Abstieg abzuwenden. Manche ringen mit sich, wie ernst sie es mit dem persönlichen WM-Boykott tatsächlich nehmen, denn eigentlich sind sich doch alle einig, dass die Fifa Dinger dreht, die gar nicht gehen. Derweil hängen Kollegen in Büros Spielpläne auf oder starten Fußball-Tipprunden, weil sie den Anstoß der Fußball-Weltmeisterschaft gar nicht erwarten können.

Zwischen Saisonfinale und Weltmeisterschaften sind es besonders bedeutungsschwere Tage in dieser bedeutungsschweren Sportart, die die Massen in den Bann zieht. Doch wie viele sind es eigentlich? Enorm viele, wie die SZ/BZ-Montagsgrafik zeigt. Dabei wirft sie nur aufs Tableau, wer wirklich in den offiziellen Verbandsstrukturen als Mitglied organisiert ist. Umgerechnet ist das in Deutschland jeder Zehnte.

25 Millionen?

Die nackte Zahl: Der Deutsche Fußballbund hat 8 Millionen Mitglieder. Unterschiedliche Hochrechnungen kommen in etwa auf 25 Millionen Deutsche, die mit Fußball-Vereinen eng verbandelt sind, obwohl sie da nicht eingetragen, angemeldet oder versichert sind. Zum Beispiel, weil sie einfach so sonntags am Würstchengrill stehen, die Trikots waschen oder der Tochter, dem Gatten oder dem Patenkind von den Bambinis bis zur AH die Daumen drücken. Freizeitkicker, Fernseh-Fans oder Gelegenheitsgucker sind da noch gar nicht eingerechnet.

Die ersten Autos mit Nationalfahnen sind auch schon wieder unterwegs. Und bei all dem Tresentalk um Eintrittspreise, Halbzeitshows, Nagelsmann-Nominierungen, azurblaue Quali-Albträume und Fußball-Friedenspreise ist davon auszugehen, dass für ganz viele Menschen ab Donnerstag, 21 Uhr, der springende Punkt der Ball ist. Dann spielt Mexiko gegen Südafrika – das erste von 104 WM-Spielen. Allein in der Gruppenphase gibt es 72 Partien. Zum Vergleich: Bei den letzten Weltmeisterschaften waren es 64, 1954 beim Wunder von Bern und Deutschlands erstem Titel 26.

Es gibt also eine Menge zu gucken, für ganz viele Fußballfreunde. Allein wegen der Zeitverschiebung werden sie aber auch eine Menge verpassen oder am besten im aktualisierten E-Paper nachlesen.