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Der russische Politiker und Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet worden. Die Bundesregierung sieht das als „zweifelsfrei“ erwiesen an. Doch es gibt weitere gefährliche Stoffe.
Von Werner Ludwig und Klaus Zintz
Radioaktiv, biologisch, chemisch: ABC-Symbole.
Ein durch das hochgiftige Nervengas Sarin verletzter Fahrgast wird nach dem Giftgasanschlag in der U-Bahn versorgt. Es war der weltweit erste Terroranschlag mit Giftgas. Im März 1995 verübte die japanische Sekte Aum Shinrikyo mit Sarin einen Anschlag auf Tokios U-Bahn. 13 Menschen starben, Tausende wurden verletzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Amerikaner ein Nervengift unter dem Codenamen VX entwickelt. Die Giftwirkung soll etwa dreimal so groß wie bei Sarin sein. Im Bild ist eine GHS-Gefahrenstoff-Kennzeichnung zu sehen. Der Totenkopf mit gekreuzten Knochen bedeutet akute Toxizität. GHS ist die Abkürzung für Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals.
Rizin oder Ricin ist ein äußerst giftiges Protein aus den Samen des Wunderbaums. Gelangt das Gift in den menschlichen Organismus, bringt es die kontaminierten Zellen zum Absterben.
Auch Schimmelpilze bilden starke Gifte. Noch schlimmer als die akute Toxizität ist allerdings die krebsauslösende Wirkung.
Berlin - Sein Name steht für einer der tödlichsten je erfundenen Kampfstoffe: . Nachdem im Jahr 2018 der frühere russische Doppel-Agenten Sergej Skripal damit vergiftet wurde, hat es nun auch beim Kreml-Kritiker ...