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BöDöSo

„Wer hätte das gedacht?“: Böblinger Döner-Sonntag feiert fünfjähriges Bestehen

Zum Jubiläum am 20. September bietet das Deutsche Fleischermuseum auf dem Marktplatz und im Museum ein erweitertes Programm mit Musik, Theater, Comics und Gesprächen – und natürlich Döner.
Bei Murat Boztepe gibt’s natürlich am 20. September Döner.

Bei Murat Boztepe gibt’s natürlich am 20. September Döner.

Bild: z

Böblingen. Der Böblinger Döner-Sonntag, kurz BöDöSo, feiert sein fünfjähriges Bestehen. Am Sonntag, 20. September 2026, lädt das Deutsche Fleischermuseum von 11 bis 17 Uhr auf den Böblinger Marktplatz und ins Museum ein. Unter dem Motto „Der Spieß muss weg!“ stehen neben Döner auch Musik, Theater, Kunst und Gespräche auf dem Programm. Der Eintritt ist frei.

Zum Jubiläum fällt das Programm umfangreicher aus als in den vergangenen Jahren. Angekündigt ist unter anderem die „Große Kemal Goga-DönerShow (mit Alles!)“ des SWR3-Morningshow-Moderators. Hinzu kommt ein musikalisches Best-of aus dem Theaterstück „Die Optimistinnen“. Can Erol und Robert Kudlek präsentieren türkische und internationale Songs. Außerdem gehören eine Comic-Ausstellung und eine Neuerscheinung von Moga Mobo zum Programm.

"Feste Größe im Böblinger Kulturlegen"

Was vor fünf Jahren als Experiment begann, hat sich inzwischen im Böblinger Kulturprogramm etabliert. „Ich muss mich manchmal selbst zwicken: Der BöDöSo wird fünf. Wer hätte das gedacht?“, sagt Museumsleiter Dr. Christian Baudisch. „Eigentlich sollte das einmal ein kleines Experiment werden. Heute ist der BöDöSo eine feste Größe im Böblinger Kulturleben.“

Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein das Essen. Das Deutsche Fleischermuseum nimmt den Döner zum Ausgangspunkt für Gespräche über Esskultur, Migration, Identität und gesellschaftliches Zusammenleben. Bei der Veranstaltung kommen Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Generationen zusammen. Für einen Teil des Publikums ist der Döner-Sonntag zugleich der erste Besuch im Fleischermuseum.

Ab dafür! Am BöDöSo gibt es Döner in verschiedenen Varianten.

Ab dafür! Am BöDöSo gibt es Döner in verschiedenen Varianten.

Bild: z

Baudisch sieht darin einen wesentlichen Teil des Konzepts. „Offenbar steckt in einem Döner deutlich mehr Kultur, Gesprächsstoff und gesellschaftlicher Zusammenhalt, als man auf den ersten Blick vermuten würde“, sagt der Museumsleiter.

BöDöSo-Programm wird gefördert

Für das Essen ist erneut das Team von Klein Kebabheim zuständig. Angeboten werden Döner in klassischer, vegetarischer und veganer Variante. Außerdem gibt es Mokka, Çay und süße Spezialitäten.

Das größere Programm zum fünften Geburtstag wird durch eine Förderung ermöglicht. Der BöDöSo erhält Mittel aus dem Programm „WIRKT! Kultur in Gesellschaft“ des Zentrums für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg. Damit können zusätzliche Programmpunkte und neue Kooperationen umgesetzt werden.

Damit bleibt das Grundprinzip der Veranstaltung auch im Jubiläumsjahr bestehen: Essen und Kultur sollen Menschen miteinander ins Gespräch bringen.