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Turnen

WTG Heckengäu behält weiße Weste

38:24-Sieg bei der KTV Hohenlohe. Die Renninger Gemeinschaftsriege bleibt damit auch nach dem fünften Wettkampftag der 3. Bundesliga Süd ungeschlagen.
Von Wayne Jaeschky
Niccolo Spiess am Boden im Doppelsalto.

Niccolo Spiess am Boden im Doppelsalto.

Bild: Matthias Blasberg

Turnen. Die WTG Heckengäu gewinnt bei der KTV Hohenlohe mit 38:24 und bleibt auch nach dem fünften Wettkampftag der 3. Bundesliga Süd ungeschlagen. Einfach war es am Samstag in der Hohenlohe-Sporthalle in Öhringen nicht. Bis zum fünften Gerät musste die WTG um ihren Erfolg kämpfen. Der Favorit war nicht mit seinem vollständigen Kader zu seinem zweiten Auswärtswettkampf der Saison angereist und geriet gegen einen entschlossenen Tabellenvierten mehrfach ins Stolpern.

Zäher Beginn

Schon der Auftakt am Boden passte nicht zum Selbstverständnis des Tabellenzweiten. Niccolo Spiess war der einzige WTG-Turner, der etwas Zählbares beisteuern konnte. Das Gerät ging mit 4:7 verloren. Am Pauschenpferd zeigte die Mannschaft dann, weshalb sie in dieser Saison noch keinen Wettkampf verloren hat. Manú Tschur holte vier Scorepunkte, Kapitän Philipp Lutz steuerte drei bei. Mit dem 9:3 drehten die Gäste das Duell und schienen nun jene Kontrolle zu gewinnen, die man von ihnen erwartet hatte.

An den Ringen machte sich die dünnere Besetzung deutlich bemerkbar. Einzig Tschur sammelte mit drei Scorepunkten für die WTG. Hohenlohe gewann das Gerät mit 4:3. Auch am Sprung fand die WTG zunächst nicht vollständig in die Spur. Adrian Dudev holte einen Punkt, Niccolo Spiess drei. In den übrigen Duellen gingen jedoch sieben Scorepunkte an die Gastgeber. Der Tabellenzweite hatte nach vier Geräten zwar noch alle Möglichkeiten, souverän aber war dieser Auftritt bis dahin nicht.

Wende am Barren

Am Barren änderte sich der Wettkampf. Lovis Spiess eröffnete mit drei Scorepunkten, Dudev legte zwei nach und Tschur setzte mit vier Punkten den kräftigsten Akzent. Das 9:3 war mehr als nur ein Gerätesieg. Es war die Wende an diesem Nachmittag. Was anschließend am Reck folgte, war das Meisterstück der WTG. Keine größeren Patzer, keine wackligen Kompromisse, keine Einladung mehr an den Außenseiter. Tschur, Lovis Spiess und Dudev holten jeweils drei Scorepunkte. Drei Duelle, dreimal die volle Ausbeute, 9:0 für die WTG. So wurde aus einem lange offenen Wettkampf doch noch ein deutlicher 38:24-Erfolg.

Bärenstarker Manú Tschur

Der Mann, der die Heckengäuer durch die schwierigen Phasen getragen hatte, hieß Manú Tschur. Mit 14 Scorepunkten wurde er zum zweitbesten Punktesammler des Wettkampfs. Nur Alain Bregenzer von der KTV Hohenlohe lag mit 15 Zählern noch vor ihm. Für die WTG bleibt damit sportlich alles angerichtet. Fünf Wettkämpfe, fünf Siege, Tabellenplatz zwei. Vor ihr steht nur noch die TG Allgäu. Und ausgerechnet diese Mannschaft kommt zum Saisonfinale ins Heckengäu nach Renningen.

Am Samstag, den 7. November, treffen die beiden noch ungeschlagenen Spitzenteams in der Renninger Stadionsporthalle aufeinander. Wettkampfbeginn ist um 16 Uhr. Dann geht es im direkten Duell um die Südmeisterschaft, vor allem aber um die Antwort auf eine Frage, die diese Saison bislang niemand geben konnte: Ist gegen die TG Allgäu tatsächlich kein Kraut gewachsen?