Von unserer Redakteurin 
Rebekka Groß · 23.02.2021

Freie Impftermine nur mit Berechtigung

Kreis Böblingen: Termine im KIZ nur für Personen der Gruppen 1 und 2

Bild: oasisamuel/Adobe Stock

Das Landratsamt teilte in einer Pressekonferenz am Montag mit, dass die Nachfrage nach dem Astra-Zeneca-Impfstoff bei impfberechtigten Personen unter 65 Jahren noch zurückhaltend sei und daher noch Impftermine im Kreisimpfzentrum (KIZ) in Sindelfingen frei seien. Die Dienstags-Titelgeschichte der SZ/BZ sorgte dann aber bei einigen Lesern für ein Missverständnis.

Denn nicht alle Personen unter 65 Jahren haben damit einen Anspruch auf die noch freien Impftermine mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff im Kreisimpfzentrum in Sindelfingen, sondern lediglich wie im Artikel geschrieben die impfberechtigten Personen der Altersgruppe 18 bis 64. Sprich: Personen aus der Priorisierungsgruppe 1, dazu zählen etwa ambulante und stationäre Pflegekräfte oder Klinikmitarbeiter etwa aus Intensivstationen und Notaufnahmen.

Ab dem 22. Februar sind laut dem Sozialministerium auch folgende Personen aus der Priorisierungsgruppe 2 der Stiko im Alter zwischen 18 und 64 Jahren für eine Impfung mit dem Astra-Zeneca-Vakzin berechtigt: Personen mit Down-Syndrom, Personen mit hohem oder erhöhtem Ansteckungsrisiko in medizinischen Einrichtungen, Personen in Institutionen mit einer Demenz oder geistigen Behinderung. Laut einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz gehören in Baden-Württemberg zu dieser zweiten Personengruppe seit dem 22. Februar auch Lehrer oder Erzieher sowie Auszubildende oder Studierende, die im Rahmen der Ausbildung in entsprechenden Einrichtungen tätig sind.

Letzteres hatte am Montag für Unmut gesorgt, da am Vormittag noch nicht alle Callcenter-Mitarbeiter von ihren Vorgesetzten informiert waren, dass in Baden-Württemberg auch Lehrkräfte und Erzieher Termine buchen können. „Die Terminvergabe über die Hotline und die Website sollte inzwischen funktionieren, es gab wohl am frühen Montagmorgen Anlaufschwierigkeiten, die inzwischen behoben wurden“, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha.

Dass es noch am Dienstag im Fall einer Lehrerin aus dem Kreis Böblingen, die sich bei der SZ/BZ meldete, Probleme bei der Terminvergabe gab, sei bedauerlich und man könne nur um Verständnis werben, sagt ein Sprecher des Sozialministeriums auf Anfrage der SZ/BZ.

Auch online könnten sich Lehrer und Erzieher regulär Termine buchen, auch wenn noch der explizite Hinweis dafür auf der Seite fehlt. Eine entsprechende Bescheinigung vom Arbeitgeber über die Impfberechtigung müsse nämlich erst vor Ort im Impfzentrum vorgelegt werden.