Menü
49 Corona-Opfer in der Stadt

Montagsgedenken in Sindelfingen ist beendet

Initiatoren sehen die Herausforderung der Solidarität weiterhin gegeben
Von Peter Maier
Das Montagsgedenken bei der Sindelfinger Martinskirche, für die an Corona Verstorbenen, ist beendet, teilen die Initiatoren mit.    Bild: Dettenmeyer/Archiv

Das Montagsgedenken bei der Sindelfinger Martinskirche, für die an Corona Verstorbenen, ist beendet, teilen die Initiatoren mit. Bild: Dettenmeyer/Archiv

Sindelfingen. Das Montagsgedenken ist beendet. Darauf haben sich die Initiatoren, Pfarrer Jens Junginger, Axel Finkelnburg, Thomas Jaskolka, Hillmar Kallweit und Christine Arndt verständigt. „Über einige Wochen haben wir der mittlerweile 49 Menschen gedacht, die in Sindelfingen verstorben sind“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Weiter schreiben die Initiatoren: „Wir haben darauf aufmerksam gemacht, wie diese heimtückische Virus Menschenleben ausgelöscht hat. Es sind Menschen zu Wort gekommen, die öffentlich erzählt haben, wie gravierend, einschränkend und wie nachhaltig sich diese Pandemie in die verschiedensten Bereiche unserer Gesellschaft ausgewirkt hat. Es war uns wichtig, dass öffentlich zur Sprache kommt, was diese Pandemie mit uns allen gemacht hat und wie sie uns verändert hat. Die Sprecherinnen aus den Bereichen Pflege, Kitas, Schule, Kultur, Flüchtlinge, Jugend, Einzelhandel haben im gleichen Atemzug betont, dass für sie die Haltung der Solidarität und der Rücksichtnahme auf die Schwächsten unabdingbar und selbstverständlich war und ist.“

Ferner heißt es in der Mitteilung: „Diese Haltung wird auch in Zukunft für den Zusammenhalt weiter wichtig sein und vielleicht noch wichtiger werden. Es bleibt nach dem Beenden des wöchentlichen Gedenkens die Herausforderung verstärkter eine Kultur des offenen Streitgesprächs und der demokratischen Auseinandersetzung zu kultivieren. Eine Gesellschaft und einen demokratischen Staat als freiheitsberaubende Diktatur zu bezeichnen der Andersdenke ausgrenzt, stellt eine subtile Gefährdung des Friedens dar“, betonen die Initiatoren.

Weiter schreiben die Initiatoren: „Seit dem 24. Februar ist nun der äußere Frieden in einem noch viel bedrohlicher Maß gebrochen worden und auch außerhalb der Ukraine gefährdet. Es ist Krieg. Es wird ein brutaler Angriffs- und - wie es scheint - ein Vernichtungskrieg geführt, der Zivilisten ins Visier nimmt und Kranke als Geiseln. Das Handeln eines imperialistisch ausgerichteten Diktators wirkt sich auf ganz Europa aus. Wir erwarten fliehende, Schutzsuchende Menschen. Ihnen gilt jetzt unsere Aufmerksamkeit. Sie sollen mit unserer Solidarität und Anteilnahme empfangen werden. Es gilt, wie schon bei der Pandemie, die Haltungen der Nächstenliebe in die Tat umzusetzen, gemäß der Losungen: Einer trage des andern Last und: wenn einer leidet, leiden die andern mit. Es gilt die, die den Frieden suchen und Hilfe brauchen jetzt auf- und anzunehmen.“