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Polizeibericht

Böblingen: Razzia gegen mutmaßliches Netzwerk des Kulturguthandels

Auch ein Objekt in der Böblinger Poststraße wurde am Mittwoch bei den länderübergreifenden Durchsuchungen überprüft.

Böblingen. Im Rahmen eines internationalen Ermittlungsverfahrens gegen mutmaßlich organisierte Kulturgutkriminalität haben Behörden auch ein Objekt in der Böblinger Poststraße durchsucht. Zeitgleich fanden in mehreren Bundesländern und in Österreich weitere Einsätze statt.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg ermitteln gegen mehrere Beschuldigte. Sie stehen im Verdacht, archäologische Kulturgüter illegal geborgen und anschließend gewerbsmäßig gehandelt zu haben. Durchsucht wurden insgesamt 19 Wohn- und Geschäftsobjekte in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Rheinland-Pfalz sowie in Niederösterreich.

Umfangreiche Beweismittel

Dabei stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher, darunter zahlreiche archäologische Gegenstände. In einem Gebäude fanden sie außerdem historische Schusswaffen. Die Auswertung der sichergestellten Objekte dauerte zunächst an.

Nach bisherigem Stand sollen die Tatverdächtigen gezielt Fundorte in Deutschland, Österreich und Spanien aufgesucht haben. Dort hätten sie mit Metalldetektoren und teils auch unter Wasser nach archäologischen Objekten gesucht. Die Behörden warnten, dass solche Eingriffe nicht nur rechtswidrig seien, sondern auch wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse unwiederbringlich zerstörten.