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Der Kommentar

E-Scooter: Erst die Reife, dann der Roller

Kontrollen und Bußgelder bleiben notwendig. Doch Strafen allein lösen das Problem nicht
Abgestellter E-Scooter auf dem Gehweg in der Böblinger Straße.

Abgestellter E-Scooter auf dem Gehweg in der Böblinger Straße.

Bild: Wegner

Kreis Böblingen. Ein E-Scooter ist schnell gekauft oder ausgeliehen. Ob der Mensch am Lenker die Verkehrsregeln kennt, interessiert zunächst niemanden.

Die Kontrollen des Sindelfinger Vollzugsdienstes zeigen: Genau hier liegt ein Kern des Problems. Erschreckende Wissenslücken treffen auf mangelnde Rücksichtnahme.

Deshalb sollte es für E-Scooter eine Art Reifezeugnis geben. Wer einen Roller kaufen oder erstmals ausleihen will, muss nachweisen, dass er die Regeln kennt. Kein aufwendiger Führerschein, sondern ein kurzer, verbindlicher Test. Wie der aussieht und wie verhindert wird, dass man sich mit KI-Unterstützung durchmogelt, müssen Fachleute klären.

Kontrollen und Bußgelder bleiben notwendig. Doch Strafen allein lösen das Problem nicht. E-Scooter sind noch relativ neu im Straßenverkehr. Der Gesetzgeber muss deshalb nachjustieren.