Gespinstmotten machen Bäumen zu schaffen
Sindelfingen. „Um einen Baum am Teufelsloch ist eine Absperrung eingerichtet. Der Baum ist von einem spinnennetzartigen Gewebe überzogen. Gibt es hierzu irgendwelche Erkenntnisse?“, schreibt Martin Helfer per E-Mail an die SZ/BZ-Redaktion.
„Keine Gefahr für Menschen“
Die SZ/BZ fragte bei der Stadt Sindelfingen nach und erhielt von Pressesprecher Konrad Hünerfeld folgende Antwort: „Das spinnennetzartige Gewebe an dem Baum am Teufelsloch stammt von sogenannten Gespinstmotten. Diese stellen weder für Menschen noch für den betroffenen Baum eine Gefahr dar. Die Feuerwehr und der Zweckverband hatten den Bereich am Wochenende vorsorglich kurzfristig abgesperrt, um die Situation zu prüfen. Nachdem keine Gefährdung festgestellt wurde, wurde die Absperrung wieder entfernt. Da uns inzwischen mehrere Anfragen zu vergleichbaren Fällen an weiteren Standorten erreicht haben, werden wir das Thema zeitnah zusätzlich erläutern.“
Info: Kahl gefressene Bäume und Sträucher an Weg,- Straßen- und Waldrändern sowie in Parkanlagen und Gärten sind meist das Werk von kleinen Faltern aus der Gattung Yponomeuta – den sogenannten Gespinstmotten (Yponomeutidae).
In Mitteleuropa kommen über 50 Arten der Insekten vor, sie treten an verschiedenen Gehölzen als Schädlinge auf. Namensgebend sind die feinen Gespinste, in denen sich die für den Menschen ungefährlichen Raupen je nach Art einzeln oder in Gruppen verpuppen. Der Schleier kann mit der Zeit ganze Büsche und Bäume überziehen.
Bedingt durch den Klimawandel treten Gespinstmotten immer häufiger in Massen auf, da die Falter eine trockene und warme Witterung bevorzugen. Die Tiere sind zudem auch sehr widerstandsfähig gegenüber niedrigen Temperaturen.
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