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Förderung vom Land

„Hotel Integration“: 15 750 Euro für mehr Miteinander in der Calwer Straße

172 Geflüchtete leben derzeit in der Unterkunft an der Calwer Straße. Mit Landesgeld will Sindelfingen dort Begegnung und Teilhabe fördern.
Baden-Württemberg fördert das Projekt "Hotel Integration" mit mehr als 15 000 Euro.

Baden-Württemberg fördert das Projekt „Hotel Integration“ mit mehr als 15 000 Euro.

Bild: Teufel/A

Sindelfingen. In dem früheren Best-Western-Hotel an der Calwer Straße leben heute 172 Geflüchtete. Jetzt will die Stadt dort einen Schritt weitergehen: Aus einem Ort, der zunächst vor allem der Unterbringung dient, soll stärker ein Ort der Begegnung mit der Sindelfinger Stadtgesellschaft werden.

Dafür erhält das Projekt „Hotel Integration“ 15 750 Euro vom Land Baden-Württemberg. Es gehört zu 37 Projekten, die das Sozialministerium in diesem Jahr im Rahmen des Programms „Integration vor Ort – Stärkung kommunaler Strukturen“ unterstützt. Insgesamt stellt das Land dafür rund 1,9 Millionen Euro bereit.

Mit dem Sindelfinger Projekt sollen die Bewohner der Unterkunft in der Calwer Straße 14–16 stärker am gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt teilhaben. Gleichzeitig sollen Begegnungen zwischen den Geflüchteten und anderen Sindelfingern ermöglicht werden.

Stadt kaufte ehemaliges Hotel 2023

Damit geht die Stadt bewusst über ihre eigentliche Verantwortung für die Unterbringung hinaus. Oberbürgermeister Markus Kleemann sieht in der Landesförderung die Voraussetzung dafür, das Projekt voranzutreiben: „Mit dem Förderbeitrag können wir das Projekt in Sindelfingen umsetzen und die gesellschaftliche Teilhabe der dort lebenden Menschen stärken.“

Die Geschichte des Gebäudes hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. 2023 kaufte die Stadt Sindelfingen das damalige Best-Western-Hotel in der Calwer Straße, um es für die Anschlussunterbringung von Geflüchteten zu nutzen. Der Gemeinderat hatte dem Erwerb zuvor zugestimmt.

Nach Umbauarbeiten sollten die ersten Bewohner im Februar 2024 einziehen. Die SZ/BZ berichtete damals auch über das Konzept der Stadt, Ansprechpartner vor Ort einzusetzen und den Austausch mit der Nachbarschaft zu fördern.

Förderung einzelner Projekte maximal drei Jahre

Das Land unterstützt mit seinem Förderprogramm insgesamt 37 kommunale und freie Träger. Die einzelnen Zuschüsse reichen bis zu 80 000 Euro. Sindelfingen liegt mit seinen 15 750 Euro damit eher am unteren Ende. Das Programm zielt darauf ab, Integrationsstrukturen vor Ort zu stärken. Projekte können grundsätzlich bis zu drei Jahre lang mit höchstens 80 000 Euro gefördert werden.

Neu ist 2026, dass auch Projekte unterstützt werden, die Unternehmen stärker in die örtliche Integrationsarbeit einbinden. Sozialminister Oliver Hildenbrand nennt Sprache, Bildung und Arbeit zentrale Faktoren gesellschaftlicher Teilhabe. Das Sindelfinger „Hotel Integration“ setzt dagegen vor allem unmittelbar am Wohnort der Geflüchteten und am Kontakt zur Stadtgesellschaft an.