

Dunkel ist‘s am Feierabend. Und Zeitumstellung hin oder her, morgens ist halt auch nicht hell. Das Hüftgold lässt sich prima unterm Pulli verstecken, dafür gibt es kalte Griffel und Füße. Wir haben uns noch nicht dran gewöhnt, und damit sind die Zeichen klar. Nicht mehr lange, dann ist es rum, dieses 2026.
Weil wir alle gut geplant haben, haben wir alle alles Gott sei Dank im Griff. Die Winterreifen sind drauf, die Steuer ist gemacht, der Zahnarztstempel im Bonusheft. Jetzt, Moment: Ist das wirklich so?
Wir wollen ja niemandem ein schlechtes Gewissen machen, auch wenn der gute Vorsatz mit den weisen Voraussichten eher in die Hose ging, das Fitness-Abo zur Studio-Spende wurde, das Trainingsgerät heute ein Wäscheständer oder gar Staubfänger ist und der Stadionbesuch mit den alten Kumpels doch nicht stattfand.
Schwamm drüber, jetzt Endspurt: Es gibt schon noch was zu tun – und zum Glück auch die widerlichen Superstreber, die da sagen: „Ich hab schon alle Weihnachtsgeschenke.“ Pfeif auf die Jahresbilanz, zum Kuckuck mit dem Großprojekt. Jetzt kennen wir unsere absolute Prio eins und wissen, was zu tun ist. Wir sollten so langsam mal ans Schenken denken. Wir könnten doch mal aufpassen, was die Liebsten lieben. Wir müssten vielleicht ganz eventuell mal an den Gedanken denken, dass das Christkind schon bald vor der Tür steht. Au ja, das machen wir. Nächste Woche ganz bestimmt. Oder spätestens später.
juergen.wegner@szbz.de




