

Sindelfingen. Experimentieren, kennenlernen, hinterfragen und Wissen weitergeben – das war auch in diesem Jahr wieder das Motto der Schlau-Schau im Breuningerland Sindelfingen. Die Bürgerstiftung Sindelfingen als Pate und Initiator der Veranstaltung hatte für die diesjährige Auflage das Thema „Universalgenies“ gewählt. Sechs Schulen mit rund 160 Schülerinnen und Schülern präsentierten dabei ihre ganz persönlichen Universalgenies.
Bei der Eröffnung durch Andreas Pohl, Center Manager des Breuningerlands, und Sindelfingens Oberbürgermeister Markus Kleemann standen in den Grußworten vor allem die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Überlegungen zum Thema im Mittelpunkt. Die geschäftsführende Schulleiterin Nadine Kußler der Gymnasien in Sindelfingen stellte die Frage, ob es in der heutigen Zeit überhaupt noch Universalgenies braucht. In einer immer komplexer werdenden Welt seien jedoch genau solche Menschen gefragt, die über den eigenen Tellerrand hinaus denken und handeln. Kinder seien dafür die besten Beispiele, denn sie könnten – wie sie an diesem Tag erneut zeigten – oft mehr, als mancher Erwachsener vermute.
Mit der Frage der Landgewinnung in den Niederlanden beschäftigte sich die Internationale Schule Stuttgart Campus Sindelfingen. Dabei stand Archimedes mit der nach ihm benannten Schraube im Mittelpunkt. Sie ist für die Schülerinnen und Schüler ein Beispiel dafür, wie es gelingt, Land trockenzulegen und für die Bevölkerung nutzbar zu machen. Wie das funktioniert, konnten die Besucherinnen und Besucher am Stand der Schule selbst ausprobieren und eine Archimedes-Schraube bauen.
Experimentieren und neben Wissen auch etwas Greifbares mit nach Hause nehmen – das war auch an vielen anderen Ständen möglich. Beim Jugendforschungszentrum drehte sich alles um das Universalgenie Johannes Kepler. Mithilfe eines selbstgebauten Teleskops konnten Kinder und Jugendliche in die Ferne blicken. Am Stand des Stiftsgymnasiums stand der Abenteurer Alexander von Humboldt im Fokus. Seine Erkenntnis, dass in der Natur alles miteinander zusammenhängt, wurde beim Bau einer Naturmurmelbahn aus Samen, Stöcken und Früchten anschaulich vermittelt.
Den Traum vom Fliegen hatte bereits Leonardo da Vinci. Schülerinnen und Schüler der Kolping-Schulen Sindelfingen zeigten, wie weitreichend seine Überlegungen schon damals waren, auch wenn sich nicht alle Ideen verwirklichen ließen. Breit gefächert präsentierten sich die Beiträge des Pfarrwiesen-Gymnasiums. Im Themenbereich Architektur fanden sich Beispiele von Leonardo da Vinci und weiteren Pionieren der Baukunst.
Dass auch Frauen zu den Universalgenies der Welt gehören, machten die Schülerinnen und Schüler am Stand des Goldberg-Gymnasiums deutlich. Die Überlegungen der deutschen Mathematikerin Emmy Noether konnten hier nachgelesen und selbst ausprobiert werden.




