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Schwarzwaldverein Sindelfingen zieht Bilanz: Neues aus Wandern, Kanu, Ski und Vereinsheim

Bei der Hauptversammlung blickt der Verein auf das Jahr 2025 zurück. Die Ortsgruppe zählt derzeit 830 Mitglieder.
Das Vereinsheim des Sindelfinger Schwarzwaldvereins.

Das Vereinsheim des Sindelfinger Schwarzwaldvereins.

Bild: Boger/A

Sindelfingen. Der Schwarzwaldverein Sindelfingen hat bei seiner Hauptversammlung auf das Vereinsjahr 2025 zurückgeblickt. Vorstand Peter Dünschede legte Rechenschaft ab, anschließend berichteten die Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter aus ihren Sparten. Der Verein hat derzeit 830 Mitglieder.

Dünschede sprach von einer guten Arbeit in den einzelnen Bereichen. Besonders im Blick steht in diesem Jahr die Wanderabteilung, die sich neu aufstellt. Roland Ochs und Simone Schneider übernehmen 2026 die Leitung. Das neue Programm ist bereits erstellt und auf der Homepage des Schwarzwaldvereins zu finden: swv-sindelfingen.de.

Angebote bleiben erhalten

Bewährte Angebote bleiben erhalten: Die Kurzwanderungen und Spaziergänge werden weiterhin von Rolf Boger betreut, die Gesundheitswanderungen von Marita Rodamer bleiben ebenfalls Teil des Jahresprogramms.

Auch die Radgruppe konnte weitgehend zufrieden auf die Saison 2025 schauen. Nur eine Tour im Mai fiel wegen schlechten Wetters aus, alle anderen geplanten Fahrten fanden statt. Nach Angaben der Sparte prägt das E-Bike die Touren immer stärker. Dadurch könnten die Gruppen gleichmäßiger unterwegs sein. Verabschiedet wurde der langjährige Radführer Gerhard Mezger, der seine Tätigkeit zum Saisonende beendet hat. Mit Eberhard Bayer und Eberhard Klingert gibt es künftig zwei neue Radführer.

In der Bergsteigergruppe fiel die Bilanz knapper aus. Eine Wanderung am Albtrauf fand statt, die Herbstausfahrt musste ausfallen. Größere Aktivitäten sind wegen der Altersstruktur der Gruppe kaum noch vorgesehen. Die vier Stammtischtermine im Jahr bleiben jedoch bestehen und werden weiter angenommen.

Die Kanugruppe mit ihren 188 Mitgliedern berichtete von zahlreichen Ausfahrten. Ziele lagen unter anderem im Alpenraum, in Südfrankreich, in Mecklenburg-Vorpommern und in den belgischen Ardennen. Neben mehrtägigen Wildwasser- und Wanderausfahrten gab es auch Tages- und Wochenendtouren auf Flüssen in der Umgebung.

Problem der Kanugruppe

Wichtig bleibt für die Gruppe das wöchentliche Training im Sindelfinger Hallenbad. Genau dort entstehen aber Probleme: Das Hallenbad ist von Ende Mai bis Ende September wegen Reparaturarbeiten geschlossen. Hinzu kommt, dass durch den beschlossenen Neubau des Hallenbads weitere Trainingseinheiten wegfallen könnten. Die Kanugruppe sucht deshalb nach Alternativen.

Die Fitnesssparte verzeichnet nach eigenen Angaben stabile Teilnehmerzahlen. Zwischen 15 und 30 Personen nehmen pro Abend teil. An fünf Tagen in der Woche gibt es sportliche Angebote. Die Waldgymnastik kann nicht mehr angeboten werden, die Nordic-Walking-Gruppe nimmt aber weiterhin neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf. Die Zusammenarbeit mit dem VfL Sindelfingen läuft nach Angaben des Vereins gut.

Ein umfangreiches Programm stellte auch die Ski- und Skischulabteilung vor. Für die Saison 2025/26 wurden 20 Aktivitäten geplant, darunter Wochenendausfahrten, Familienwochen, Genusstage, eine Hüttengaudi, ein Skischultag sowie Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Eine besondere Rolle spielen weiterhin die Textilskimatten, die am Glaspalast und an der Dreifaltigkeitskirche aufgebaut wurden. Dort können Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren erste Erfahrungen sammeln, bevor es später in Kurse im Skigebiet geht. Für die Beschaffung der Matten hatte die Skischule 2024 den DSV-Vereinspreis erhalten.

Personelle Weichenstellungen

Auch in der Skischule gibt es personelle Weichenstellungen. Für die Nachfolge von Gerhard Jäger und Peter Dünschede haben sich Tino Schübel als künftiger Skischulleiter und Matthias Fontius als künftiger stellvertretender Skischulleiter bereit erklärt. Erfreulich ist für die Abteilung außerdem das Interesse junger Erwachsener, sich als Ski- oder Boardlehrerin beziehungsweise -lehrer ausbilden zu lassen.

Die Wegewarte kontrollierten im vergangenen Jahr mehrere Strecken. Dabei wurden Schilder freigeschnitten sowie fehlende oder verblasste Markierungen ersetzt. In der Sparte Heimat, Kultur und Natur nimmt der stadtgeschichtliche Weg in Zusammenarbeit mit der Stadt Sindelfingen weiter Gestalt an. Erste neue Tafeln mit Bildern und QR-Codes sollen ab Sommer 2026 an den entsprechenden Gebäuden angebracht werden.

Exkursionen gut angenommen

Gut angenommen wurden auch die kultur- und heimatgeschichtlichen Exkursionen von Dr. Alfred Hinderer. Dazu gehörten Besuche im Theodor-Heuss-Haus und im Hotel Silber in Stuttgart sowie eine Exkursion zur Geschichte des Stuttgarter Killesbergs. Für 2026 sind unter anderem eine Besichtigung der Villa Gemmingen in Stuttgart, eine Exkursion zur Grabkapelle auf dem Rotenberg und eine Wiederholung der Killesberg-Führung geplant.

Im Zusammenhang mit der Öffentlichkeitsarbeit zum Schicksal der jüdischen Familie Ullmann, die in Sindelfingen lebte, wurden außerdem drei Stolpersteine in Sindelfingen und einer in Stuttgart verlegt.

Renovierungen und Investitionen

Thema war auch das Vereinsheim. Weil das Gebäude in die Jahre gekommen ist, waren Renovierungen und Investitionen nötig. Viele Arbeiten wurden mit großem Einsatz von Mitgliedern umgesetzt, wodurch Kosten gespart werden konnten. Das Vereinsheim wird weiterhin gut besucht, auch die Zusammenarbeit mit den Wirten läuft nach Angaben des Vereins zuverlässig.

Die Photovoltaikanlage brachte 2025 wegen der hohen Sonneneinstrahlung gute Erlöse. Die Investition hat sich inzwischen amortisiert.

Zum Abschluss wurden die Kassenberichte der Ortsgruppe und der Skiabteilung vorgestellt. Die Vorstandschaft sowie die jeweiligen Kassiere wurden einstimmig entlastet.