Sprachsteuerung mit Grenzen
An der Schaufler-Academy, dem Aus- und Weiterbildungszentrum der Sindelfinger Firma Bitzer, zeigte ein 17-jähriger Schüler des Sindelfinger Stiftsgymnasiums, wie er einem Kühlschrank beigebracht hat, dass das Gerät seinem Nutzer sagt, was für eine optimale Lagerung in welches Fach gehört. Der Kühlschrank von Fabian Then warnt auch, wenn bei der Milch das Haltbarkeitsdatum erreicht ist.
Ein Auto auf die Sprache zu programmieren, ist offensichtlich ungleich schwerer, dass selbst erfahrene Ingenieure daran scheitern können. Der ADAC hat bei 40 Fahrzeugen aller Preisklassen die Spracheingabe in den drei Kategorien „Sicht & Assistenz“, „Klimatisierung“ und „Infotainment“ untersucht. Davon bekamen 16 die Note „gut“, 14 ein „befriedigend“, sieben „ausreichend“ und drei ein „mangelhaft“.
Am schlechtesten funktioniert hat die Spracheingabe bei „Sicht & Assistenz“. Vom Fernlicht auf das Abblendlicht zu wechseln oder die Nebelscheinwerfer einzuschalten, das sind Dinge, die zu 100 Prozent und wie auf Knopfdruck funktionieren müssen, wenn die Sprachbedienung eine Hilfe sein soll.
Falls jemand die Kategorie „Infotainment“ für überflüssig hält: Es geht nicht nur darum, das Radio lauter zu stellen, auch die Adresseingabe ins Navi gehört dazu. Wer diese von Hand eintippt, sollte das sich selbst und anderen Verkehrsteilnehmern zuliebe besser nicht während der Fahrt machen. Insofern ist die Spracheingabe, wie sie auch im Glaspalast beim Autosalon von mehreren Marken präsentiert wurde, ein Gewinn. Wer sie nutzt, sollte allerdings genau wissen, was sie kann und was (noch) nicht.
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