

Judo. Na also, es geht doch: Die Sindelfinger Judo-Bundesligisten haben das Siegen noch nicht verlernt. Mit 9:5 schlugen sie im Glaspalast das Team von Jahn Nürnberg und tauschten mit diesem Sieg die Tabellenplätze. Nürnberg – bislang Vierter – ist jetzt auf Tabellenplatz fünf gelandet und die VfL-Judoka stehen auf Rang vier.
Milot Jusufi, der den urlaubenden Chefcoach Simon Kristen vertrat, war zuversichtlich in diese Begegnung gegangen: „Wir haben heute ein gutes Team beieinander und wir werden die Nürnberger schlagen“, prophezeite er vor Kampfbeginn.
Und er sollte Recht behalten: Zu Beginn des ersten Durchganges lieferte sich Sindelfingens Noel Pollak (bis 90 Kilogramm) mit dem Nürnberger Quirin Kurz ein spannendes Gefecht. Beide Kämpfer erzielten in der regulären Kampfzeit keine Wertung. Sie wurden stattdessen vom Mattenrichter mit Strafpunkten eingedeckt. Zwei für den Sindelfinger und zwei für den Nürnberger. Beim dritten Strafpunkt droht die Disqualifikation. Mit diesem Resultat ging es ins Golden Score, die Verlängerung. Und dort schaffte es der Sindelfinger nach zwei Minuten seinen Gegner zu werfen und so den ersten Siegpunkt auf das Konto des VfL zu schreiben.
Kurz und knackig machte es anschließend VfL-Schwergewichtler Sviatoslav Kolomiichuk: Nach einer halben Minute Kampfzeit hatte er den Nürnberger Richard Leisering mit einem Innenschenkelwurf besiegt. VfL-Leichtgewichtler Melchior Maas musste anschließend gegen den Nürnberger Najib Ramonshoev in die Verlängerung und sicherte sich dort in den ersten Kampfsekunden mit einer kleinen Wertung den Sieg.
Nikita Marat Pak (bis 73 Kilogramm) beherrschte den Nürnberger Jonas Holtmann deutlich und siegte vorzeitig per Schulterwurf und Leon Koch (bis 66 Kilogramm) schlug den Nürnberger Samir Gegic. Anschließend verlor Julian Maier (bis 81 Kilogramm) gegen den Nürnberger Vlad Palamarciuc. Den letzten Kampf des ersten Durchganges bestritt der eins höher gesetzte VfL-Kämpfer Nils Ruhland (bis 100 Kilogramm) gegen den Nürnberger Christian Struck. Ruhland siegte per Schulterwurf. Zwischenstand 6:1 für das VfL-Team.
Der zweite Durchgang begann wiederum mit der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm. Und Nils Ruhland konnte hier in seiner angestammten Gewichtsklasse antreten. Der an diesem Kampftag bestens aufgelegte Sindelfinger blieb auch diesmal Sieger und schlug den Nürnberger Andreas Varszelov. Dennis Klein (bis 100 Kilogramm) brauchte nur 30 Sekunden, um den Nürnberger Walter Zieger per Innenschenkelwurf zu besiegen.
Dann aber folgten zwei Niederlagen für die Sindelfinger: Leichtgewichtler Melchior Maas verlor in der Neuauflage des Kampfes gegen den Nürnberger Rahmonshoev. Anschließend zog sich Sindelfingens Leon Koch (bis 73 Kilogramm) gegen den Nürnberger Jonas Holtmann die unglücklichste Niederlage dieses Kampftages zu: Koch führte mit einem halben und einem Viertel Punkt, hatte aber zwei Strafpunkte aufgebrummt bekommen. Der dritte bedeutet dem Reglement entsprechend die Disqualifikation. Und die kam nur eine Sekunde vor Kampfesende und der Sindelfinger musste – obwohl nach Punkten führend – die Matte geschlagen verlassen.
In der anschließenden Halbleichtgewichtsbegegnung konnte Sindelfingens Edvin Civovic den Nürnberger Samir Gegic besiegen, während sich im vorletzten Kampf dieses Kampftages der Sindelfinger Nachwuchskämpfer Jonathan Schröck (bis 81 Kilogramm) nach nur 12 Sekunden Kampfzeit dem Nürnberger Vlad Palamarciuc beugen musste. Im letzten Kampf des Tages unterlag Julian Maier dem Nürnberger Quirin Kurz. Endstand somit 9:5 für das VfL-Team. Interims-Coach Milot Jusufi: „Wir haben starke Kämpfe geliefert. Ich bin ganz stolz auf unser Team.“




